Welt : Kleine Autos sind der Star der IAA

INGO DAHLERN

Erste Eindrücke von der Internationalen Automobilausstellung / Rover zeigt neuen MiniVON INGO VON DAHLERN FRANKFURT (MAIN) Noch dichter als sonst ist der Verkehr rund um die Messe in Frankfurt am Main - die 57.IAA steht vor der Tür.Mit ihren 33 Weltpremieren und zahlreichen Europa- und Deutschlandpremieren bietet diese größte Autoschau der Welt ein wahres Feuerwerk an Neuheiten - und obwohl die wichtigsten davon bereits seit längerem bekannt waren, auch wieder ein paar ganz besondere Überraschungen.So zum Beispiel eine Fahrmaschine, die anders ist, als alles, was es bisher gegeben hat: Den dreirädrigen Life Jet F 300 von Mercedes-Benz, der weder Motorrad ist noch Auto, aber Elemente beider Fahrzeuggattungen in sich vereinigt. Audi überraschte mit der Studie eines Kleinwagens ganz aus Aluminium.BMW tat kund, vom Jahr 2000 an mit Williams bei der Formel 1 mitzumischen.Rover zeigte, wenn auch nur in einem kleinen Rahmen für die Presse, die endgültige Linie des Mini-Nachfolgers, der im Jahr 2000 den dann bereits mehr als 40 Jahre alten Urahn aller modernen Kleinwagen ablösen wird. Kleine Autos nämlich sind die großen Stars der diesjährigen IAA.Drei Neue in dieser am härtesten umkämpften Klasse kommen aus Deutschland: der Golf IV, der neue Opel Astra und, als absoluter Neuling auf diesem Terrain, der neue A-Klasse-Mercedes.Für ihn hat Mercedes in den letzten Monaten ganz kräftig die Trommel gerührt.So zeigt er sich auf der IAA eher bescheiden, mit viel technischer Information rundum, aber in eher leisen Tönen.Und eine kleine Sensation ist die virtuelle Vorstellung der A-Klasse mit Hilfe modernster Datentechnik.Auf viel Auto zum Anfassen setzt Volkswagen, präsentiert gleich ein paar Dutzend verschiedene Varianten seines neuen Golf - schließlich hat man erstmals eine ganze Halle für sich und nutzt die damit verbundenen Chancen.Wer die große Show liebt, sollte sich den Golf Konkurrenten Opel Astra ansehen - Opel tut das mit Musical-Atmosphäre und noch mehr Action. Es wird viel getanzt und gesungen auf der IAA auf großen und kleinen Bühnen, mit raffinierten Lasern und jeder Menge künstlichen Nebels.Doch zugleich zeigt sich, vor allem bei den ganz großen Herstellern, die Tendenz, nicht nur über neue umweltverträgliche Techniken zu sprechen, sondern sich auch ernsthafte Gedanken darüber zu machen, wie die Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft aussehen, womit man sie decken kann - und dabei geht es keineswegs allein um Autos, wenn auch der Schwerpunkt der Lösungsvorschläge bei diesen liegt. Ein besonders interessanter ist der zweisitzige Miniwagen Smart, den Mercedes-Benz gemeinsam mit dem Hersteller der Swatch-Uhren entwickelt hat und der im nächsten Jahr zum Verkauf bereitsteht - mit einem extrem sparsamen Motor aus Berlin übrigens.Von Sonnabend an ist die IAA, deren ersten beiden Tage Fachbesuchern vorbehalten sind, für das Publikum geöffnet.

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