Welt : Kleinkind in Hildesheim verdurstet

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Hildesheim - Die Staatsanwaltschaft Hildesheim ermittelt nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ wegen des tragischen Todes eines Kleinkindes. Das Mädchen ist nach bisherigen Erkenntnissen an Flüssigkeitsmangel gestorben. Das niedersächsische Sozialministerium ist nach eigenen Angaben vor kurzem über den Fall in Kenntnis gesetzt worden. „Wir ermitteln wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen“, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Seemann.

Die Eltern seien offenbar von einer Heilpraktikerin über die Ernährung des Kindes falsch informiert worden. Die Mutter habe den falschen Rat befolgt und die Stillzeit reduziert. Dadurch habe das Kind zu wenig Flüssigkeit bekommen und sei daran gestorben. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass das Kind in der aus gutbürgerlichen Verhältnissen stammenden Familie vernachlässigt wurde. Ein zwei Jahre altes zweites Kind der Familie sei in guter Verfassung. Gegen die Heilpraktikerin werde ebenfalls ermittelt.

Die Eltern des Kindes waren am Dienstag mit ihrer kranken Tochter in ein Krankenhaus gefahren. Dort konnten die Ärzte jedoch nur noch den Tod des Mädchens feststellen. „Der Fall ist tragisch“, sagte die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU). dpa

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