Klima : Wärmster Frühling seit über 100 Jahren geht zu Ende

Der Frühling 2007 ist der wärmste seit Beginn der flächendeckenden Wetter-Aufzeichnungen im Jahr 1901.

Offenbach - In den Monaten März bis Mai - sie umfassen den meteorologischen Frühling - sei es trotz des Temperatursturzes in den letzten Mai-Tagen nach vorläufigen Ergebnissen fast drei Grad wärmer gewesen als im langjährigen Durchschnitt, sagte Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Der bisherige Wärme-Rekord aus dem Jahr 2000 sei damit eingestellt. Damals war der Frühling 2,3 Grad wärmer als im Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990, der den Meteorologen als Vergleichsgrundlage dient.

Während der April gleich drei Rekorde brach, weil er erheblich zu warm, zu sonnig und viel zu trocken ausfiel, wird der Mai vermutlich als der nasseste seit 1901 in die Geschichte eingehen. In vielen Gebieten Deutschlands sei schon zwei Tage vor Monatsende das Doppelte der üblichen Niederschlagsmenge erreicht oder sogar überschritten worden, sagte DWD-Sprecher Lux. Üblich sind im Mai 71 Liter Regen pro Quadratmeter.

Im April dagegen war an vielen Orten in Deutschland nicht ein Tropfen Regen gefallen. In puncto Temperatur ist der Mai schon der neunte Monat nacheinander, der zu warm ausgefallen ist. Die Temperatur-Abweichung wird allerdings nicht so stark sein wie im April, als es 4,4 Grad wärmer war als normal. (tso/dpa)

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