Koblenz : Rheinschiff sitzt wegen Virusverdacht fest

Rund 20 Passagiere eines Ausflugsschiffes leiden an einer hochansteckenden Magen-Darm-Erkrankung. Weil die Behörden befürchten, dass der gefährliche Norovirus der Auslöser ist, müssen alle an Bord bleiben. Das Schiff darf vorerst nicht weiterfahren.

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Klein und mitunter hoch gefährlich: Noroviren unter dem Mikroskop. -Foto: dpa

KoblenzAuf einem Ausflugsschiff am Deutschen Eck bei Koblenz sind rund 20 Passagiere wahrscheinlich wegen hochansteckender Noroviren an Brechdurchfall erkrankt. Vier Menschen seien wegen Flüssigkeitsverlusten ins Krankenhaus gebracht worden, sagte der Leiter des zuständigen Gesundheitsamtes, Jürgen Otten, in Koblenz. Bei den Erkrankten handelt es sich demnach um ältere Menschen. Insgesamt befinden sich gut 100 Passagiere an Bord.

Die Weiterfahrt des Schiffes wurde vorerst untersagt. Wann das Ausflugsschiff seine Fahrt fortsetzen darf, steht noch nicht fest.



Der Leiter des Gesundheitsamts geht davon aus, dass das Norovirus die Beschwerden auslöste. Bewiesen ist das aber noch nicht, Stuhlproben werden derzeit untersucht. Ergebnisse sollen spätestens am Freitag vorliegen. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr dürfen die Passagiere das Schiff derzeit nicht verlassen. Der Schiffsbesatzung der "Rotterdam" sei ein "straffes Hygienemanagement" auferlegt worden, damit sich nicht noch mehr Menschen anstecken.

Die "Rotterdam" fährt unter Schweizer Flagge mit niederländischer Besatzung. Noroviren werden durch direkten Kontakt mit den Erkrankten übertragen. Möglich sind aber auch sogenannte Schmierinfektionen über Flächen wie Waschbecken, Türgriffe oder Toiletten. Bei der Krankheit treten starke Übelkeit, plötzlich einsetzendes Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfälle auf. Betroffen sind meist kleine Kinder und ältere Menschen. (sf/dpa/ddp)

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