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Kommandant des Golfkrieges : US-General Schwarzkopf ist tot

28.12.2012 08:02 Uhr
Der ehemalige -Golfkriegsgeneral Norman Schwarzkopf ist tot.Bild vergrößern
Der ehemalige -Golfkriegsgeneral Norman Schwarzkopf ist tot. - Foto: Reuters

1991 führte er die US-amerikanischen Truppen im Golfkrieg, jetzt ist der ehemalige General Norman Schwarzkopf tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 78 Jahren in seinem Haus in Florida.

Norman Schwarzkopf, der Held von „Operation Wüstensturm“, ist tot: Der ehemalige US-General, der 1991 unter dem damaligen Präsidenten George Bush senior die Koalitionstruppen im Krieg gegen den Irak führte, starb am Donnerstag im Alter von 78 Jahren in seinem Haus in Tampa in Florida. Erste Reaktionen würdigten den hochdekorierten General als brillanten Strategen.
Schwarzkopf sei am Nachmittag nach monatelanger Krankheit verstorben, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. In Tampa lebte der einstige Oberkommandierende des Zentralkommandos der US-Streitkräfte (Centcom), seit er wenige Monate nach dem Ende des Golfkriegs aus dem aktiven Dienst ausgeschieden war.

Schwarzkopf wurde während des erfolgreichen Militäreinsatzes gegen die irakische Besetzung Kuwaits weltberühmt.
Seine hühnenhafte Gestalt war fast täglich auf den Bildschirmen zu sehen, während er den Fortgang des Krieges erklärte, den die Zuschauer quasi „live“ mitverfolgen konnten.
Als der damalige irakische Machthaber Saddam Hussein im August 1990 Kuwait besetzen ließ, war Schwarzkopf bereits Chef des Centkom und damit für den Nahen Osten und Südwestasien zuständig. Damit fiel ihm die Rolle des Kommandeurs von „Operation Wüstenschild“ - der Verlegung von mehr als einer halben Million US-Soldaten an den Golf - und vor allem von „Operation Wüstensturm“ zu.
Mit indirekter Zustimmung des UN-Sicherheitsrats begann am 17.
Januar 1991 der sogenannte zweite Golfkrieg. Rund sechs Wochen lang flog die Koalition aus über 30 Staaten massive Luftangriffe auf strategische Ziele im Irak, dann startete die Bodenoffensive; drei Tage später war Kuweit-Stadt befreit. Am 28. Februar verkündete Präsident George H. W. Bush das Ende der Kampfhandlungen.
Schwarzkopf war da schon längst zum Medienstar avanciert.

In das gängige Schema der Falken und Tauben wollte sich der Viersternegeneral nie einordnen lassen. Er beschrieb sich lieber als Eule, dem Symbol der Weisheit: „Weise genug um zu verstehen, dass alles mögliche unternommen werden muß, um einen Krieg zu vermeiden. Aber auch wild genug, um alles notwendige für einen schnellstmöglichen Sieg zu tun, wenn es zu einem Krieg kommt.“ Seine Soldaten nannten den 1,95 Metern großen und 120 Kilogramm schweren Hühnen lieber den „Bär“ Der Öffentlichkeit war er unter dem Spitzname „Stormin' Norman“ (Stürmischer Norman) bekannt.
Schwarzkopf wurde 1934 als Sohn eines ebenfalls mehrfach ausgezeichneten Generals in Trenton, New Jersey, geboren und wuchs unter anderem in Teheran, Genf und Frankfurt auf. Die angesehene US-Militärakademie West Point schloss er 1956 als einer der besten seiner Klasse ab. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem für seinen Einsatz im Vietnamkrieg. Im August 1991, nur wenige Monate nach Golfkriegsende, beendete er jedoch seine aktive Laufbahn beim Militär. Seitdem trat er immer wieder als Kommentator im Fernsehen auf. 1993 überstand er einen Prostatakrebs.

In einer ersten Reaktion auf die Nachricht von Schwarzkopfs Tod würdigte Bush senior den Ex-General als „einen der größten Militärführer seiner Generation“. Er und seine Frau Barbara trauerten über den Verlust eines „teuren Freundes“, erklärte der 88-jährige Ex-Präsident, der derzeit wegen Komplikationen nach einer hartnäckigen Bronchitis selbst auf der Intensivstation liegt.
Verteidigungsminister Leon Panetta erklärte, Schwarzkopf habe dem US-Militär in seinen 35 Dienstjahren seinen „unauslöschlichen Stempel“ aufgedrückt. Das Weiße Haus erklärte, Amerika verliere ein „Original“. (AFP)

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