Welt : Kranke müssen Fitnessstudio nicht bezahlen

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Köln/München - Wer krankheitsbedingt ein Fitnessstudio nicht besuchen darf, muss keine weiteren Beiträge zahlen. Das berichtet die „Monatssschrift für Deutsches Recht“ (Heft 5/2007) unter Berufung auf ein Urteil des Landgerichts München I. Allgemeine Vertragsklauseln, die einen Kunden auch in diesem Fall zur Zahlung verpflichteten, seien nichtig. Denn sie erwiesen sich als unangemessene Benachteiligung des Kunden, heißt es in dem Urteil (Az.: 34 S 2175/05). Das Gericht wies mit seinem Urteil die Zahlungsklage eines Fitnessstudios gegen eine Kundin ab. Die Frau musste krankheitsbedingt vorübergehend alle sportlichen Aktivitäten einstellen. Der Betreiber des Fitnessstudios verlangte gleichwohl die Weiterzahlung der monatlichen Beiträge. Das Landgericht wertete diese Forderungen als unberechtigt. Die Kundin treffe kein rechtlich vorwerfbares Verschulden. Daher sei es auch nicht sachgerecht, ihr eine Zahlungspflicht aufzuerlegen. Sie müsse die Erkrankung durch ärztliche Unterlagen belegen. dpa

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