Welt : Krebsarzt weist alle Schuld von sich

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Hamburg Zwölf Jahre nach Bekanntwerden des Strahlenskandals an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) hat der frühere Chef der Radiologie vor Gericht jede Schuld am Tod einer Krebspatientin zurückgewiesen. Die 67-Jährige sei im April 1999 an einer „unglücklichen Interaktion“ der Folgen einer korrekten Strahlenbehandlung nach seiner Methode und einer Diabetes gestorben, sagte Professor Klaus-Henning Hübener am Montag vor dem Hamburger Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm in dem Prozess fahrlässige Tötung vor. Laut Anklage soll die Darmkrebspatientin unter der Leitung Hübeners 1988 „entgegen den Regeln der ärztlichen Kunst“ mit überhöhten Strahlen-Dosen behandelt worden sein. 1993 war der so genannte UKE-Strahlenskandal in die Öffentlichkeit gelangt. Rund 300 durch Strahlen verletzte Patienten hatten in der Folge Ansprüche auf Schadenersatz gestellt, knapp 20 Millionen Euro Entschädigung wurden bislang gezahlt. dpa

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