Krieg der Möpse : Hunde sind gar nicht genug zu loben

Wären mehr Hunde an der Macht, diese Welt wäre eine bessere. Helmut Schümann leistet Abbitte bei Herrchen und Frauchen.

Helmut Schümann

Kleiner Nachtrag zum jüngsten Aktionstag „Kollege Hund“ des Tierschutzbundes, verbunden mit einer Korrektur. Wurde die Idee, Hunden Freilauf auch zu den Arbeitsplätzen von Herrchen und Frauchen zu gewähren, hier zuletzt noch belächelt, so haben uns zahlreiche Zuschriften zu einer Umkehr bewegt: Hunde sind gar nicht genug zu loben. Ja, wären mehr Hunde an der Macht, diese Welt wäre eine bessere.

Die Zuschrift der Leserin Z. hat nun unseren Blick auf Möpse gelenkt, sie selbst, schreibt sie, hat zwei. Erworben und teuer bezahlt beim MPRV, dem „Mops-Pekingesen-Rassehund- Verband“ mit Sitz in Löhne, Ostwestfalen. Leider ist der Blick nicht ungetrübt. Es gibt nämlich Streit im Reich der Möpse. Zunächst dankt Frau Z. noch dem Vorsitzenden des MPVR, Herrn W., dass er sich zusammen mit seiner Frau, Frau W., dafür eingesetzt habe, „den Möpsen ihre freie Atmung“ zurückgegeben zu haben. Und zwar entgegen den Standards von FCI und VDH. Ignoranten von Möpsen sei gesagt, dass FCI die Fédération Cynologique Internationale ist und VDH der Verband für das Deutsche Hundewesen.

Möpse, das leuchtet auch dem Laien ein, Möpse ohne freie Atmung, sind kein schöner Anblick. Ganz zu schweigen von dem Gemüts- und Gesundheitszustand der Möpse selber, wenn sie nur eingeschränkt atmen können.

Freilich haben aber Herr und Frau W., schreibt Frau Z., „andere gesundheitliche Probleme der Möpse außer Acht gelassen und diese auch unter den Tisch fallen lassen“. Etwa die habituelle Patellaluxation oder auch die Hüftluxation.

Das alles und noch ein paar mehr Ungereimtheiten haben nun zu einer Absplitterung von dem MPRV geführt. Frau Z. und andere Enttäuschte, schreibt Frau Z. sind jetzt im AMV Deutschland organisiert, im Altdeutschen Mopsverband Deutschland mit Sitz in Sterup, Nordfriesland. Denn, so Frau Z. „ein gesunder Mops braucht mehr als eine lange Nase“.

Abschließend schreibt Frau Z., dass sie Familie W. „ihren Verdienst um den Mops nicht schmälern“ will, und „ich ziehe niemanden ungerechtfertigt in den Schmutz, aber es ist Fakt, dass Ostwestfalen nicht die Krone der Mopsschöpfung darstellt“. Aus dem Streit im Reich der Möpse, sozusagen dem Krieg der Möpse, wollen wir uns weitgehend raushalten, appellieren aber dringend an Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Solidarität: Möpse, nur gemeinsam seid ihr stark!

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