Kriegseinsatz : Prinz Harry wird aus Afghanistan abgezogen

Windsor-Sprössling Prinz Harry macht meist durch seine öffentlichen Eskapaden Schlagzeilen. Doch seit Beginn dieses Jahres war der Sohn von Prinz Charles gegen Taliban im Einsatz. Damit ist es nun vorbei.

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Prinz Harry in Afghanistan. - Foto:Foto: AFP

LondonPrinz Harry, jüngster Sohn des britischen Thronfolgers Prinz Charles, kämpft bereits seit zehn Wochen in Südafghanistan gegen die radikalislamischen Taliban. Das britische Verteidigungsministerium gab am Donnerstag in London bekannt, dass der 23-Jährige mit den britischen Truppen gegen die Aufständischen im Einsatz war. Er habe an vorderster Front in der umkämpften Südprovinz Helmand gekämpft. Doch nun wird Harry vorzeitig aus Afghanistan abgezogen.

Das Verteidigungsministerium hatte Harrys Einsatz geheimgehalten und mit den britischen Medien vereinbart, nicht darüber zu berichten, um den Prinzen und seine Kameraden nicht in Gefahr zu bringen. Teil der Vereinbarung war, dass Journalisten den Prinzen in Helmand besuchen durften - jedoch mit der Auflage, dass Details und Fotos erst veröffentlicht werden dürften, wenn der Prinz wieder sicher zurück in Großbritannien sei. Doch die Vereinbarung wurde von nicht-britischen Medien gebrochen.

Medien brechen Vereinbarung über Geheimhaltung

Der Generalstabschef des Heeres, Richard Dannatt, erklärte in London, er sei sehr enttäuscht, dass die Nachricht über den Einsatz des Prinzen in Afghanistan bekannt geworden sei. "Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass ausländische Websites entschieden haben, die Geschichte zu bringen, ohne mit uns darüber zu sprechen."

Nach Angaben von Dannatt wurde Harry in den vergangenen zwei Monaten genauso wie seine Kameraden mit gleichem Rang und mit der gleichen Erfahrung behandelt. Dannatt habe persönlich entschieden, ihn nach Afghanistan zu schicken. Das Risiko sei "handhabbar" gewesen. Jetzt wo Prinz Harrys Einsatz öffentlich ist, wird dieser nicht fortgesetzt.

Der Militäreinsatz im Irak war Prinz Harry im vergangenen Jahr aus Sicherheitsgründen verweigert worden. Der "Sunday Mirror" berichtete im Juni 2007, Harry werde stattdessen nach Afghanistan gehen und sich an Schieß- und Manöverübungen beteiligen. (ut/AFP/dpa)

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