Kriminalität : 15-Jährige in Verlies versteckt - drei Festnahmen

Die Polizei in Hartford im US-Bundesstaat Connecticut hat einen Mann und zwei Frauen festgenommen, die eine 15-jährige Ausreißerin ein Jahr lang in ihrem Haus versteckt haben sollen.

Washington/Hartford - Die Polizei in Hartford im US-Bundesstaat Connecticut hat einen Mann und zwei Frauen festgenommen, die eine 15-jährige Ausreißerin ein Jahr lang in ihrem Haus versteckt haben sollen. Das Mädchen sei zufällig bei einer Hausdurchsuchung in einer kleinen Kammer hinter einer Geheimtür gefunden worden, teilte die Polizei mit. Der Hauptverdächtige müsse sich jetzt unter anderem wegen Freiheitsberaubung vor Gericht verantworten.

Hintergründe noch unklar

   Nach Angaben der Polizei hat das Mädchen nicht die ganze Zeit in dem 90 mal 150 Zentimeter kleinen Verlies gelebt, sondern ist dort in "Sicherheit" gebracht worden. Unklar ist, ob das aus zerrütteten Verhältnissen stammende Mädchen gegen seinen Willen festgehalten oder entführt wurde. Die Polizei untersucht außerdem, ob die 15-Jährige ein sexuelles Verhältnis mit dem Hauptverdächtigen hatte.

   Nach Informationen der lokalen Tageszeitung "Hartford Courant" weinte das Mädchen, als sie von den Polizeibeamten aus dem Haus fortgeführt wurde. Sie soll jetzt psychologisch betreut werden.

   Das Mädchen war im Juni vergangenen Jahres im Alter von 14 Jahren von zu Hause weggelaufen und galt seither als vermisst. "Wir hatten schon befürchtet, sie sei Opfer eines Mordes geworden", sagte der Polizeibeamte Jeffrey Blatter. "Dieses Kind kommt aus schwierigen Verhältnissen und ging wohl davon aus, einen Freund gefunden zu haben."

   Der 41 Jahre alte Hauptverdächtige ist nach Angaben der Polizei Tiertrainer und ein Bekannter der Familie des Mädchens. Bei der Hausdurchsuchung stießen die Beamten auf eine Tür, die hinter einem Schrank versteckt war. In dem kleinen Raum dahinter wurde das kauernde, blasse Mädchen dann gefunden. Die 40-jährige Lebensgefährtin des Tiertrainers und eine 26-jährige weitere Mitbewohnerin sind ebenfalls verhaftet worden. (mit dpa)

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