Kriminalität : Griechischer Industrieller entführt

Im Norden Griechenlands ist in der Nacht zum Dienstag ein Großindustrieller entführt worden. Lösegeld wurde bislang nicht gefordert. Die Polizei hat einen Bankräuber in Verdacht.

AthenDer Vorsitzende des Nordgriechischen Industrieverbandes, Giorgos Mylonas, ist vor seinem Haus von drei maskierten Männern verschleppt worden. Die Männer sind offenbar zu Mylonas ins Auto gestiegen und weggefahren. Später wurde der Wagen auf dem Parkplatz eines Supermarktes gefunden, das Handy und die Armbanduhr des Entführten lagen in dem Fahrzeug. Die Polizei errichtete Straßensperren rund um Thessaloniki und an den Landesgrenzen.

Mylonas ist Chef des Aluminiumkonzerns Alumil, der Filialen in Europa, auf dem Balkan, in Afrika und im Nahen Osten hat. Der Handel mit der Alumil-Aktie wurde am Dienstag ausgesetzt, eine Lösegeldforderung war der Polizei zufolge zunächst nicht eingegangen.

Die Behörden schließen eine Beteiligung des Bankräubers Vassilis Paleokostas nicht aus, der vor zwei Jahren aus dem Hochsicherheitsgefängnis Korydallos in Athen geflüchtet war. Paleokostas und sein Bruder Nikos, der selber noch im Gefängnis sitzt, hatten bereits 1995 einen bekannten Geschäftsmann entführt, der gegen die Zahlung von umgerechnet 734.000 Euro wieder freigelassen wurde. (kj/AFP)

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