Kriminalität : Wieder Mord auf Campingplatz - zwei Frauen tot

Neuer Mord auf einem deutschen Campingplatz: In Cuxhaven sind am frühen Mittwochmorgen zwei Urlauberinnen tot aufgefunden worden. Die Polizei hat einen 30 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen.

Cuxhaven Die Polizei hat nach dem gewaltsamen Tod von zwei Frauen auf einem Campingplatz in Cuxhaven einen 30 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen. Er werde gerade verhört, sagte Polizeisprecherin Anke Rieken. Ob er die Tat bereits gestanden hat, wollte sie nicht sagen.

Kripobeamte nahmen im Cuxhavener Stadtteil Sahlenburg sofort die Spurensicherung auf. Die Identität der Toten sei noch nicht geklärt, sagte eine Polizeisprecherin. Näheren Aufschluss soll eine Untersuchung in der Gerichtsmedizin liefern. Am vergangenen Wochenende erst hatte ein Dreifachmord auf einem Campingplatz bei Coesfeld im Münsterland für Aufsehen gesorgt.

Gegen 5.40 Uhr hatten Gäste auf dem Campingplatz, wo sich überwiegend Dauercamper aufhalten, die Polizei alarmiert. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat kurz vorher geschehen war. Wo genau die Passanten die toten Frauen gefunden hatten, wollte die Sprecherin nicht sagen. Sicher sei, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handele. Die Sprecherin dementierte jedoch Medienberichte, nach denen die beiden erstochen worden sein sollten.

Oberbürgermeister: "Wir sind geschockt"

Die Polizei sperrte den Campingplatz in der Nähe der Nordsee großräumig ab. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gelände. Zahlreiche Schaulustige sammelten sich vor den Zäunen. "Es ist furchtbar", sagte ein Camper von einem Platz in der Nähe. "Meine Frau hat Schreie gehört, dann war es still."

Cuxhavens Oberbürgermeister Arno Stabbert (CDU) reagierte entsetzt. "Wir sind geschockt, dass sowas bei uns passiert ist. Unser Mitgefühl gehört jetzt den Angehörigen." In Cuxhaven, der nördlichsten Stadt Niedersachsens, leben etwa 53.000 Einwohner. Direkt am Meer gelegen gilt die Stadt als eine Touristenhochburg.

Nach der Bluttat in Nordrhein-Westfalen war am Montag gegen den Tatverdächtigen, einen 33 Jahre alten Kölner, Haftbefehl erlassen worden. Ihm wird vorgeworfen, seine 29-jährige Ex-Freundin und deren 53 und 55 Jahre alten Eltern mit Dutzenden Messerstichen getötet zu haben. Als möglichen Hintergrund der Bluttat in Coesfeld sehen die Ermittler Unterhalts- und Sorgerechtstreitigkeiten um die zehn Monate alte gemeinsame Tochter des 33-Jährigen und der 29-Jährigen. (ae/dpa)

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