Kuba : Fidel Castro kündigt Treffen mit dem Papst an

Kubas Ex-Staatsschef empfängt Benedikt XVI. am Mittwoch. Am Dienstag war der Papst in Havanna zu einem Gespräch mit dem kubanischen Staatschef Raúl Castro zusammengetroffen.

Fidel Castro wird den Papst in Havanna treffen.
Fidel Castro wird den Papst in Havanna treffen.Foto: dpa

Kubas früherer Staatschef Fidel Castro will am Mittwoch den Papst treffen. Er werde Papst Benedikt XVI. „gerne“ treffen, so wie er 1998 dessen Vorgänger Johannes Paul II. getroffen habe, schrieb Castro in einem Artikel, der am Dienstag auf der offiziellen Website Cubadebate veröffentlicht wurde. Er habe um „einige Minuten seiner kostbaren Zeit“ gebeten, erklärte Castro.

Papst Benedikt XVI. ist am Dienstag in Havanna zu einem Gespräch mit dem kubanischen Staatschef Raúl Castro zusammengetroffen. Castro empfing das Oberhaupt der katholischen Kirche am späten Nachmittag mit militärischen Ehren vor dem Palast der Revolution, dem Machtzentrum des kommunistischen Landes, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Anschließend zogen sie sich zu einem Gespräch zurück, bei dem es unter anderem um das Verhältnis zwischen dem Staat und der Kirche gehen sollte.

Papst trifft Fidel Castro bei Kuba-Besuch
Nachdem Fidel Castro das katholische Oberhaupt in einem Brief um ein paar Minuten seiner Zeit gebeten hatte, gewährte ihm der Papst eine halbe Stunde. Castro hatte vor 16 Jahren bereits seinen Vorgänger getroffen.Weitere Bilder anzeigen
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29.03.2012 09:31Nachdem Fidel Castro das katholische Oberhaupt in einem Brief um ein paar Minuten seiner Zeit gebeten hatte, gewährte ihm der...

Nach weniger als einer Stunde traten Castro und sein Gast vor den Palast und winkten den Fotografen und Kameraleuten auf dem Platz der Revolution zu. Während des Treffens schenkte Castro dem Papst eine anderthalb Meter große Statue der Barmherzigen Jungfrau von Cobre, der Schutzheiligen Kubas. Benedikt XVI. überreichte seinem Gastgeber eine Neuauflage der „Geographia“ des griechischen Gelehrten Ptolemäus.

Parallel dazu trafen sich im Palast der Revolution ranghohe Vertreter des Vatikans mit dem kubanischen Vize-Staatschef José Ramon Machado Ventura. An dem Treffen nahm unter anderen die Nummer zwei des Kirchenstaates, Kardinal Tarcisio Bertone, teil. Bei diesem Gespräch dürften es um schwierige Themen gegangen sein, etwa um politische Gefangene, die US-Sanktionen gegen Kuba und die Forderung nach weitergehenden Rechten der katholischen Kirche in Bereichen wie Bildung.

Der Papst hatte am Montag eine Messe vor 200.000 Menschen in Santiago de Cuba abgehalten. Für Mittwoch, den letzten Tag der Reise, stand ein großer Gottesdienst auf dem Platz der Revolution in Havanna auf dem Programm. (AFP)

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