Welt : Kubas Sportler reisen überstürzt aus Rio ab

Berlin - Die kubanischen Athleten, die an den Panamerikanischen Spielen in Brasilien teilgenommen haben, sind überstürzt aus Rio de Janeiro abgereist. Die Delegation wurde vor der Abschlusszeremonie am Sonntagabend zum Flughafen beordert. Das Volleyball-Team konnte deshalb noch nicht einmal mehr seine Bronzemedaillen in Empfang nehmen. Gewonnen hat den Wettbewerb am Ende Brasilien, das im Endspiel die Mannschaft der USA bezwang.

Der Grund für die überstürzte Abreise war offenbar die Furcht der kubanischen Funktionäre, dass eine größere Gruppe von Sportlern die Gelegenheit zur Flucht nutzen könnte. Während der Spiele hatten bereits vier Athleten das Weite gesucht. Das Team scheint eine kurzfristige Order zur Rückkehr aus Kuba bekommen zu haben.

Die Panamerikanischen Spiele finden alle vier Jahre statt. Zum Ende der Wettbewerbe lag Kuba nach den USA auf dem zweiten Platz der Medaillenwertung. Der kubanische Präsident, Fidel Castro, kritisierte die Athleten, die geflüchtet waren. Er wird vom britischen Sender BBC mit den Worten zitiert: „Verrat für Geld ist eine der beliebtesten Waffen der USA, um Kubas Widerstand zu zerstören.“

Bei den Panamerikanischen Spielen 1999 in Kanada waren 13 Sportler geflüchtet. Offenbar wollten die kubanischen Funktionäre etwas ähnliches in Rio vermeiden. Die Sportler wurden so kurzfristig informiert, dass einige Schwierigkeiten hatten, ihr Gepäck zu finden. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar