Küstenabbruch : Kreidefelsen auf Rügen bricht ab - Niemand verschüttet

Ein großes Stück des Kreidefelsens an der Steilküste von Rügen ist am frühen Dienstagabend abgerutscht. Einsatzkräfte suchten anschließend nach möglichen Verschütteten, stellten die Suche am Mittwoch jedoch ein.

"Wir gehen derzeit davon aus, dass sich keine Menschen unterhalb der Abbruchstelle befanden", sagte Polizeisprecher Uwe Schmidt am Mittwoch in Stralsund.

Hunde einer Rettungsstaffel hätten am Dienstagabend bei einer Suche am Geröllfeld nicht angeschlagen. Auch würden keine Menschen vermisst. 150 Tonnen Kreide waren in der Nähe des Wissower Bachs in die Tiefe gestürzt. Touristen hatten ein Donnern gehört, die Polizei alarmiert und vermutet, dass sich Spaziergänger unterhalb der Abbruchstelle befanden. Daraufhin wurde eine Suche eingeleitet, die erfolglos blieb.

"Ein Kreideabbruch im Hochsommer ist ungewöhnlich", sagte ein Sprecher des Nationalparkamtes Jasmund. Normalerweise komme es nach starkem Regen zu Abbrüchen. Auf Rügen blieb es in den vergangenen Wochen allerdings bis auf kleinere Schauer weitgehend trocken. Ersten Angaben zufolge könnte eine unterirdische Wasserquelle den Abbruch forciert haben. Rettungskräfte hatten am Dienstagabend bei der Suche festgestellt, dass die Kreide feucht war. (dpa)

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