Kurzgeschichten : Kurzgeschichten

Im Transitbereich des Frankfurter Flughafens sitzen weiter etwa 800 Passagiere fest, die kein Visum für die EU erhalten und das Gebäude nicht verlassen dürfen. Vor allem Reisende aus Afrika, Asien und Russland harren hier aus. Um sie bei Laune zu halten, haben sich die Flughafenmitarbeiter einiges einfallen lassen: Damit die Passagiere im Transitbereich auch etwas Sonnenschein abgekommen, dürfen sie sich an der frischen Luft die Beine vertreten. Inzwischen können sie in der Sporthalle duschen und zwischen drei Mahlzeiten wählen: vegetarisch, asiatisch oder westlich. Für die Kinder gibt es Spielzeug und Zeichentrickfilme, für die Erwachsenen Internetcafés und Spielfilme – in Englisch, Französisch, Russisch oder Arabisch. Auch Seelsorger und Ärzte halten sich bereit. Und der soziale Dienst versorgt Eltern mit Babysachen und -nahrung. ddp

Auch der Ambulanzdienst des ADAC, der Erkrankte oder Verletzte nach Deutschland zurückholt, kann derzeit nicht fliegen. Üblicherweise kümmert sich der ADAC zu dieser Jahreszeit um mehr als 100 Patienten am Tag. Nach Angaben von Angelika Ramisch, Teamleiterin des ADAC-Ambulanzdienstes, warteten allein am Sonntag 25 Patienten auf einen Rücktransport. „Sie alle werden aber in Krankenhäusern versorgt“, erklärte Ramisch dem Tagesspiegel. Manche Patienten würden nun auf dem Landweg zurückgebracht, andere müssten warten, bis sich der Flugbetrieb normalisiert hat. Wo eine gute medizinische Versorgung nicht möglich sei, etwa in einigen afrikanischen Ländern, würden Partnerunternehmen die Patienten in die nächste gute Klinik fliegen, beispielsweise nach Südafrika oder auf die kanarischen Inseln. uls

Rennen hin oder her – im Fahrerlager von Shanghai gab es am Sonntag nur ein einziges Thema: Wie kommt der ganze Formel-1-Zirkus nach dem Grandprix in China nach Europa zurück? Selbst Superstar Michael Schumacher erwischte es – ausgerechnet hierher kam der siebenmalige Weltmeister nicht mit seinem Privatjet, auch er ist damit auf eine Linienmaschine angewiesen. Nur Nico Rosberg blieb gelassen: „Ich wollte sowieso erst mal Urlaub in Thailand machen“, sagte er vor der Presse. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh überlegte, ob er mit Orientexpress und Transsibirischer Eisenbahn zurückfahren soll, sein Team und auch die Mercedes-Leute erfuhren jedoch, dass es wohl kaum eine Chance gibt, vor frühestens Mittwoch irgendwie aus Shanghai herauszukommen. Für das nächste Rennen in Barcelona in drei Wochen haben jedoch fast alle Teams umfangreiche Veränderungen an ihren Wagen geplant. Und dafür gehen nun wertvolle Tage verloren. urm

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