Welt : Kurzmeldungen

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„Was der Butler sah“ – so wird eine neue Quizshow heißen, die Paul Burrell, der ehemalige Butler von Prinzessin Diana, moderieren soll. Die Kandidaten sollen darin Fragen über Privates und Skandale aus der königlichen Familie beantworten. Fernsehproduzenten bescheinigen Burrell großes TVTalent: Er könne sehr gut mit Menschen und Emotionen umgehen. Während für das neue TV-Format noch ein Sender gesucht wird, zitierten britische Boulevardzeitungen am Dienstag ausgiebig eine 39-seitige Erklärung des Ex-Butlers gegenüber der Polizei, mit der er sein besonderes Vertrauensverhältnis zu Lady Diana beweisen wollte. Nach einem Hinweis der Queen selbst, Burrell habe ihr schon früher über bei ihm deponierte private Unterlagen und Gegenstände der Prinzessin berichtet, war in der letzen Woche ein Diebstahls-Prozess gegen ihn eingestellt worden. Burrell, der heute eine Blumenhandlung betreibt, hatte 21 Jahre lang für die königliche Familie gearbeitet, davon zehn Jahre als Dianas Butler. Sie titulierte den heute 44-Jährigen liebevoll mit „mein Fels“. In dem Dossier enthüllt ihr Vertrauter jetzt, dass sie ihn – „schwer verliebt“ in den Londoner Herzchirurgen Hasnat Khan – gebeten habe, „bei Bruder Tony, einem katholischen Priester nachzufragen, ob es nicht möglich wäre, sie in aller Stille zu trauen.“ Er habe ihr aber leider sagen müssen, dass das nicht möglich sei. An ihrem Geburtstag sei Diana, außer Diamant-Ohrringen „nur mit einem Pelzmantel bekleidet“, zu Khan gegangen. Um die Affären geheim zu halten, habe er Liebhaber der Prinzessin oft im Kofferraum in den Kensington Palast gefahren, ohne sie jemandem anzumelden. Burrell beschrieb der Polizei auch Dianas besonderen Sinn für Humor: Sie sei mit großem Spaß selbst „in die Drogerie gegangen, um sich Schwangerschaftstests oder Verhütungsmittel zu holen.“ Auf Dianas Wunsch habe er sie auch regelmäßig in die Londoner Rotlichtviertel gefahren, wo sie den Prostitutierten Geld gab und sie nach Hause schickte. Ab Mittwoch veröffentlicht der „Daily Mirror“ die Geschichte des Butlers. Um die Exklusivrechte hatten sich viele Medien bemüht. Burrell sagte, es gehe ihm dabei nicht um viel Geld, sondern darum, „die wahre Geschichte“ zu erzählen, „so wie sie ist“. Tsp/dpa

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