Welt : Kurzmeldungen

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LEUTE

Boris Jelzin (73), ehemaliger russischer Präsident, bekommt Ärger: Er habe trotz Schonzeit an einer Elchjagd teilgenommen und auf ein Tier geschossen, berichtete die Boulevardzeitung „Moskowski Komsomolez“ am Mittwoch. Obwohl Jelzin bei der Jagd vor einigen Tagen sein Ziel verfehlte, drohe ihm nun eine symbolische Strafe von 500 Rubel (15 Euro). Jelzin könne die Strafe mit dem Nachweis umgehen, der von ihm ins Visier genommene Elch sei krank gewesen, erklärte ein Beamter der russischen Forstbehörde. Zu Sowjetzeiten zählte die Elchjagd zu den elitären Hobbys der Nomenklatura. Für die Parteichefs Nikita Chruschtschow und Leonid Breschnew wurde die Schonzeit jeweils stillschweigend ausgesetzt.

Stefan Raab , Moderator, sowie die Produktionsfirmen seiner Sendung „TV Total“ und der Sender Pro Sieben müssen einer Schülerin 70000 Euro Schadensersatz zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm am Mittwoch entschieden (Az.: 3 U 168/03). Raab hatte den Namen der Essenerin in seinen Sendungen für anzügliche Witze benutzt. Das Gericht sah die Persönlichkeitsrechte der Schülerin verletzt. Das Landgericht Essen hatte ihr in erster Instanz eine geringere Summe zugebilligt. Satire habe einen beachtlichen Freiraum, dürfe eine Person aber im Kern nicht verletzen, urteilten die Richter. Zu bedenken sei vor allem, dass die Frau minderjährig gewesen sei. „Für alle Nichtprominenten, die Medienopfer geworden sind oder noch werden könnten, ist das eine richtungweisende Entscheidung“, sagte Frank Roser , der Anwalt der Schülerin. Die Gymnasiastin hatte als 16-Jährige den Schönheitswettbewerb „Miss Rhein-Ruhr“ gewonnen. Einen Fernsehspot, in dem sie sich für eine Misswahl vorstellte, nahm Raab zum Anlass für die Satire. dpa(2)

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