Welt : La Palma in Flammen: Waldbrand greift auf Nationalpark über

Die Waldbrände auf der kanarischen Insel La Palma haben sich weiter ausgebreitet. An einzelnen Stellen griffen die Flammen am Montag auf den Nationalpark "Caldera de Taburiente" über. Die Löschmannschaften gingen jedoch davon aus, dass das Feuer an den Rändern des Parks unter Kontrolle gebracht werden kann. Der Nationalpark liegt in einem der größten Vulkankrater der Erde und ist die wichtigste Attraktion der Insel.

Die Flammen vernichteten nach inoffiziellen Schätzungen bis zu 3 000 Hektar Wald- und Buschland. Sie waren schon weitgehend gelöscht worden, wurden aber in der Nacht vom Wind neu angefacht. Das astrophysische Beobachtungszentrum auf der Insel, eines der wichtigsten Observatorien der Welt, wurde vorsorglich evakuiert. Nach Angaben der Behörden galt es allerdings als unwahrscheinlich, dass die Flammen bis zu der in 2 400 Meter Höhe gelegenen Beobachtungsstation vordringen würden. In mehreren Ortschaften fiel der Strom aus, weil das Feuer Überlandleitungen zerstört hatte.

La Palma gilt wegen der üppigen Vegetation als eine besonders schöne Insel. Das Kanaren-Eiland verfügt über wenig Badestrände und hielt sich daher auch abseits der großen Ströme des Massentourismus. La Palma ist vor allem bei Naturfreunden ein beliebtes Reiseziel.

Auf Gran Canaria tobte im Süden der Insel ebenfalls ein größerer Waldbrand, der bis zum Montag nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Flammen breiteten sich auf einer einen Kilometer breiten Front aus. Siedlungen waren nach Angaben der Behörden nicht in Gefahr. Die Behörden schlossen bei den Waldbränden auf La Palma und Gran Canaria nicht aus, dass die Brände vorsätzlich von Unbekannten gelegt worden waren. In beiden Fällen hatten die Feuer an mehreren Brandherden ihren Ausgang genommen.

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