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Lage nach dem Schneesturm beruhigt sich : Opferzahlen gestiegen

Der Schneesturm an der Ostküste der USA flaut langsam ab, der Verkehr normalisiert sich. Doch die Zahl derjenigen, die im Sturm ums Leben kamen, ist höher als bisher bekannt.

Nach dem Schneesturm heißt es Aufräumen: In New York helfen Passanten einem Taxifahrer, sein Fahrzeug vom Schnee zu befreien.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Reuters
09.02.2013 08:24Nach dem Schneesturm heißt es Aufräumen: In New York helfen Passanten einem Taxifahrer, sein Fahrzeug vom Schnee zu befreien.

Nach dem schweren Wintersturm beruhigt sich die Lage an der US-Ostküste allmählich. Fahrverbote für Privatautos wurden am Samstag (Ortszeit) aufgehoben, der Flugverkehr in der Metropole New York wieder aufgenommen. Mindestens sieben Menschen kamen bei dem Schneesturm ums Leben, 650.000 Haushalte waren ohne Strom.
Nach der Streichung tausender Flüge in New York lief der Flugverkehr in der Millionenmetropole langsam wieder an. Am Morgen seien die ersten Flieger auf den New Yorker Flughäfen John F.
Kennedy und LaGuardia gelandet, teilten die zuständigen Flughafenbehörden der Bundesstaaten New York und New Jersey mit.
Für Samstag seien allerdings weitere rund 1200 Flüge von und nach New York abgesagt worden, berichtete die auf Flugverkehr spezialisierte Website FlightAware.com. In ganz Neuengland gab es insgesamt etwa 2000 Flugstreichungen. Auch der Flughafen von Boston war beeinträchtigt.

Der Bahnbetreiber Amtrak gab bekannt, dass der Zugverkehr zwischen New York und der Hauptstadt Washington wieder aufgenommen wurde. Die Strecke zwischen New York und Boston bleibe jedoch noch bis Sonntag gesperrt. In den Bundesstaaten Connecticut und Massachusetts hoben die Behörden ein Fahrverbot für Privatautos auf. Der Gouverneur von Connecticut, Dannel Malloy, appellierte an die Bewohner, trotzdem zuhause zu bleiben. Die Räumfahrzeuge müssten Gelegenheit bekommen, die Straßen frei zu machen.
Zuvor waren mehrere Menschen im Straßenverkehr zu Tode gekommen. Im Bundesstaat New York wurde ein 74-jähriger Fußgänger von einer Autofahrerin tödlich überrollt, die in dem Blizzard die Kontrolle über ihren Wagen verlor. In Auburn im Bundesstaat New Hampshire rammte ein Autofahrer einen Baum und starb. In Boston im Bundestaat Massachusetts starb zudem ein Elfjähriger an Kohlenmonoxidvergiftung in einem Auto, in dem sein Vater und er sich aufwärmen wollten. Weitere vier Menschen kamen in Connecticut ums Leben. Glimpflicher ging eine Massenkarambolage von 19 Autos im Bundesstaat Maine aus. Hier gab es lediglich einige Leichtverletzte.

Der Sturm zog in Richtung Norden nach Kanada weiter und verursachte auch dort Stromausfälle und Probleme im Flugverkehr.
Betroffen waren die Provinzen Nova Scotia, New Brunswick und Prince Edward Island. Dort wurden 30 bis 40 Zentimeter Schnee erwartet sowie Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. In Nova Scotia fiel in 5000 Haushalten der Strom aus. Am Flughafen von Halifax wurden zahlreiche Flüge abgesagt. Die Behörden bereiteten sich zudem in den Küstengebieten auf mögliche Überschwemmungen vor. (AFP)

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