Lakoma : Umweltschützer verlassen Bäume

Sie hatten sich in Lakoma bei Cottbus auf Bäume gesetzt, damit diese nicht gefällt werden können. Doch jetzt verlassen die ersten Umweltschützer die Bäume, die für ein Tagebaugebiet weichen müssen.

Cottbus - Polizei und Feuerwehr haben in Lakoma am Dienstag zwei Umweltschützer aus den besetzten Bäumen des Betriebsgelände des Energiekonzerns Vattenfall geborgen und in Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Organistation Robin Wood hätten zuvor acht Naturschützer auf den Bäumen gesessen, um so gegen die Baumfällaktion des Unternehmens zu protestieren.

Vattenfall möchte nach Angaben eines Sprechers die planmäßigen Arbeiten zur Erweiterung des Tagebau Cottbus-Nord fortführen, um damit die Braunkohleversorgung des Kraftwerks Jänschwalde zu sichern. Es sollen an der Stelle Entwässerungsleitungen gelegt werden. Robin Wood forderte Vattenfall Europe auf, die Braunkohlebagger in ausreichendem Abstand zum Hammergraben zu stoppen und die Teichlandschaft zu erhalten.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin waren am Dienstag etwa 40 Polizeikräfte sowie die Feuerwehr im Einsatz. Es sei damit begonnen worden, Äste von Bäumen abzuschneiden, auf denen Prostestierende sitzen. Die Aktivisten seien aufgefordert worden, die Bäume zu verlassen. Nach Angaben von Robin Wood befinden sich drei ihrer Mitstreiter seit 13 Tagen auf den Bäumen. (tso/dpa)

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