Welt : „Lancelot“ wird auch gefährlich

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Berlin - Nur drei Tage nach dem Orkan „Kyrill“ ist erneut ein Sturmtief über Deutschland hinweggezogen. Der Deutsche Wetterdienst und das Unternehmen Meteomedia warnten am Sonntag übereinstimmend vor „Kyrills“ Nachfolger „Lancelot“ mit starkem Westwind und stürmischen Böen um Windstärke acht. In Norddeutschland sowie in Höhenlagen sollte es laut Deutschem Wetterdienst zum Teil auch schwere Sturmböen bis Stärke zehn und Windgeschwindigkeiten um 100 Stundenkilometern geben.

Unterdessen erhöhte sich die Zahl der Toten in Deutschland infolge der schweren Stürme auf 13. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, starb am Samstag in Essen ein 32-jähriger Mann, der von einem umgekippten Baum schwer verletzt worden war. Drei Tage nach den Verwüstungen durch den Orkan „Kyrill“ haben fast alle Haushalte in den neuen Ländern wieder Strom. Allerdings könne der Strom in den nächsten Tagen kurzfristig stundenweise wieder abgeschaltet werden, wenn Notstromgeräte abgeklemmt und normale Netzleitungen wieder in Betrieb genommen werden, sagte der Sprecher der Eon Thüringer Energie AG am Sonntag. Auch der Bahnverkehr in NordrheinWestfalen hat sich am Sonntag „weitgehend normalisiert“.

Der vor der Küste Großbritanniens leck geschlagene Frachter „MSC Napoli“ hat bis zum Sonntag fast 200 Tonnen Öl verloren. Die Reinigungsarbeiten hätten begonnen, sagte ein Vertreter der Küstenwache am Sonntag nach Angaben des Senders Sky News. Es werde versucht, mit Barrieren eine weitere Ausbreitung des Öls zu verhindern. Bisher habe der Frachter zudem 97 Container verloren, zwei davon enthielten giftige Stoffe. Die „MSC Napoli“ war am Donnerstag inmitten des Sturmwetters in Seenot geraten. Der 275-Meter-Frachter wies mehrere Risse auf, durch die auch Wasser in den Maschinenraum eindrang, weswegen ein Auseinanderbrechen befürchtet wurde. An Bord des Schiffs waren mehr als 2300 Container. In knapp 160 der Behälter sind insgesamt rund 1700 Tonnen giftige Stoffe enthalten. AFP/dpa

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