Lausitz : Erneut totes Baby in Brandenburg gefunden

In der Lausitz ist die Leiche eines Neugeborenen entdeckt worden. Die Polizei wurde durch einen anonymen Brief auf die Fundstelle aufmerksam gemacht.

CottbusNach einem anonymen Hinweis fand die Polizei am Donnerstagnachmittag ein totes Neugeborenes in der Nähe des Gräbendorfer Sees (Oberspreewald-Lausitz), wie die "Lausitzer Rundschau" berichtete. Zuletzt waren in Brandenburg in Lübben und in Nauen tote Babys gefunden worden.

Nach Auskunft der Cottbuser Staatsanwaltschaft war am Donnerstag per Post ein anonymer Brief bei der Polizeiwache Calau eingegangen. Beamte fanden an dem darin beschriebenen Ort nahe dem Seeufer den toten Säugling. Nach erstem Augenschein handele es sich vermutlich um ein Neugeborenes, das vor nicht all zu langer Zeit dort abgelegt wurde, sagte Staatsanwalt Tobias Pinder.

Obduktion am Freitag

Der Fundort ist nur 20 bis 30 Meter vom Seeufer, jedoch weit von Häusern entfernt. Zu Details am Fundort und zum Geschlecht des Kindes machte die Staatsanwaltschaft noch keine Angaben.

Eine Obduktion des Leichnams ist für Freitag vorgesehen und soll das Alter und die Todesursache des Babys klären. "Wichtig ist die Frage, ob es lebend oder tot geboren wurde und ob es Spuren von Gewalteinwirkung gibt", sagte der Staatsanwalt. Der anonyme Hinweisgeber müsse nichts mit dem toten Kind zu tun haben. Der Briefschreiber könne auch ein Zufallszeuge sein. (imo/ddp)

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