Welt : Lebensmittel: Lexikon: Was "natürlich" bedeutet

ADI-Wert
Der ADI-Wert (Acceptable daily intake) bestimmt die tägliche Dosis eines Zusatzstoffes, die ein Mensch lebenslang verzehren kann, ohne gesundheitliche Schäden zu erleiden.

Aromastoffe
Derzeit sind etwa 3000 Aromastoffe für Lebensmittel im Einsatz. Sie sind deklarierungspflichtig, allerdings nur, ob sie "natürlich" oder "künstlich" sind. "Natürlich" bedeutet, dass die Aromen aus Ausgangsstoffen tierischer oder pflanzlicher Herkunft gewonnen wurden. So gilt ein Erdbeeraroma, das durch Bakterien aus Sägemehl erzeugt wurde, als "natürliches Aroma".

Azofarbstoffe
Sie sind die größte Gruppe der Lebensmittelfarbstoffe und werden auf der Basis von Erdöl synthetisiert.

Enzyme
Sie werden von Zellen und Organismen eingesetzt, um große Moleküle (Stärke, Eiweiße oder Fette) abzubauen. Nur wenige der insgesamt 10000 natürlich vorkommenden Enzyme werden technisch genutzt (zum Beispiel zur Käseherstellung, zur Erhöhung der Fruchtsaftausbeute, als Backhilfsmittel). Als technische Hilfsstoffe müssen die meisten von ihnen weder zugelassen noch deklariert werden.

Technische Hilfsstoffe
Sie werden zugesetzt, um die Zutaten besser maschinell verarbeiten zu können. Wie Zusatzstoffe müssen sie ihre Unbedenklichkeit unter Beweis stellen. Da sie aber nach Gebrauch wieder aus dem Lebensmittel entfernt werden, entfällt die Deklarierungspflicht. Allerdings ist es nahezu unvermeidlich, dass Spuren im Lebensmittel verbleiben.

QUID-Richtlinie
Seit dem 1. Januar 2001 ist die europaweite QUID-Richtlinie verbindlich. Nach ihr muss in der Zutatenliste der Anteil bestimmter Inhaltsstoffe prozentual aufgeschlüsselt werden. Dies gilt für namensgebende Zutaten (zum Beispiel Fisch bei Fischstäbchen), für das Lebensmittel charakterisierende Zutaten (Kartoffeln im Reibekuchen) und für auf der Packung - zum Beispiel bildlich - hervorgehobene Zutaten (Milchkrug auf der Schokolade).

0 Kommentare

Neuester Kommentar