Lebensmittelskandal : Fibronil in 103 eihaltigen Lebensmitteln gefunden

Der Fipronil-Skandal weitet sich aus: Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat das Insektizid bislang in 103 eihaltigen Lebensmitteln festgestellt.

Das Chemische Veterinäruntersuchungsamt in Münster untersucht Eier auf Fipronil-Rückstände.
Das Chemische Veterinäruntersuchungsamt in Münster untersucht Eier auf Fipronil-Rückstände.Foto: dpa

Das für Lebensmittel verbotene Insektizid Fipronil ist einer Zwischenbilanz des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge bislang auch in 103 eihaltigen Lebensmitteln festgestellt worden. Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ fiel das unerlaubte Insektengift bei der Untersuchung von Proben auf, die im Sommer nach Bekanntwerden des Fipronil-Skandals angeordnet wurden.

Bis Ende Oktober sollen deutschlandweit fast 800 Proben von Ei-Verarbeitungsprodukten und eihaltigen Tiefkühlprodukten genommen werden. Bislang wurden dem Bericht zufolge 473 Analysen vorgenommen. Bei 25 der 103 positiv getesteten Produkte lagen die Werte über dem Grenzwert.

Das Insektengift Fipronil war im Sommer in mindestens 45 Ländern in Millionen von Eiern aufgetaucht, auch in 26 der 28 EU-Staaten. Das Mittel soll illegal gegen Schädlinge in Ställen eingesetzt worden sein.

In den Niederlanden hatten Behörden schon voriges Jahr Hinweise darauf, im Sommer fanden belgische Behörden dann tatsächlich Spuren von Fipronil in Eiern. Die Öffentlichkeit erfuhr aber erst mehr als zwei Wochen später davon, als am 20. Juli über das EU-Schnellwarnsystem RASFF die anderen Mitgliedstaaten informiert wurden. Viele Eier waren da schon gegessen und in Ei-Produkten verwendet worden.

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