Lena-Interview : "Hauptsache, ich bin mit mir zufrieden"

Lena, unser Star für Oslo, spricht im Interview über ihre Vorbereitung auf den Eurovision Song Contest, bei dem sie am Samstag für Deutschland an den Start geht.

Hier in Oslo herrscht ein Riesenrummel um dich. Wird dir das nicht zu viel?
Auf keinen Fall möchte ich die Zeit zurückdrehen. Aber manchmal möchte ich gern ganz einfach in die „Faust“ gehen können (alternatives Kulturzentrum in Hannover) und tanzen, als wäre alles ganz normal, und niemand würde mich besonders beachten. Das wäre schön. Aber ich genieße die Zeit hier trotzdem sehr. Der Trubel ist riesig, na klar, aber wer kann so was wie das hier denn schon mal erleben? Das passiert nur einmal im Leben. Das ist alles ein einziger Traum.

Was sagst du zu deinen Konkurrenten?
Alle sind nett. Finde ich alle gut.

Im Ernst?
(Rollt mit den Augen) Ja, klar.

Auch die merkwürdigen Holländer?
Gerade die Holländer! Ansonsten gefällt mir Jessy Matador aus Frankreich sehr – das ist voll Party! Und ich mag den Belgier Tom Dice und Filipa Azevedo mit „Há Dias Assim“ aus Portugal.

Du hast neulich mit dem norwegischen Teilnehmer Didrik Solli-Tangen auf einem Segelschiff „Ohne dich“ von der Münchener Freiheit gesungen. Der Norweger ist professioneller Musicalsänger. Du hast in der Schule Musik abgewählt. Wie geht es dir in solchen Momenten?
Neben Didrik sah ich aus wie eine kleine Katze. Aber es war trotzdem ganz lustig. Ich halte mich selbst nicht für eine große Sängerin, aber es geht eben um das Gesamtpaket.

Was passiert, wenn du am Sonnabend gewinnst?
Ich habe keine Ahnung. Ich würde wahrscheinlich für den Rest meines Lebens „Satellite“ singen. Und es gäbe eine Riesenparty nächstes Jahr in Deutschland. Das wäre hardcore. Aber ich bin nicht so der Wettkampftyp. Ich will nicht unbedingt, unbedingt gewinnen. Mein Ziel ist es, unter die besten zehn zu kommen, das wäre schon krass. Die Hauptsache ist, ich bin mit mir zufrieden.

Die kleinen Bühnen bei den Partys hier liegen dir offenbar mehr als die riesige Arena.
Ja, das stimmt, ich mag die kleinen Bühnen lieber. Ob ich auf Tour gehe und ob ich dann auch ein Konzert in Hannover gebe, entscheidet sich erst Mitte Juni. Alles ganz easy. Erst mal muss ich den Sonnabend überstehen.

Was machst du in den Minuten vor dem Auftritt morgen?
Ich esse, ich trinke, ich atme. Und in dem Moment, wenn ich da draußen stehe, wenn ich anfange zu singen, denke ich nicht darüber nach, warum ich da stehe. Das ist das ganze Geheimnis.

Was passiert nach dem Wettbewerb?
Hm. Im Moment denke ich nicht daran. Aber ich glaube nicht, dass ich in ein Loch fallen werde.

Am Samstagabend tritt die Sängerin Lena beim Eurovision Song Contest in Oslo an. Imre Grimm und Jan Sedelies sprachen mit ihr am Donnerstag am Rande des Botschaftsempfangs.

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