Welt : Leute: Daum entzieht und mehr

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Der britische Popstar Robbie Williams ist am Mittwochabend während seines Konzerts in der Stuttgarter Schleyerhalle von der Bühne gestoßen worden. Nach Polizeiangaben schubste ein psychisch gestörter Mann den ehemaligen Sänger der Popgruppe Take That mit beiden Händen von hinten in den Graben vor der Bühne. Der 27-Jährige setzte das Konzert nach dem Zwischenfall fort. Nach Angaben des Managements erlitt Williams Prellungen.

Mit einem offenen Bekenntnis hat Christoph Daum in seiner Drogenaffäre für klarere Verhältnisse gesorgt. Sechs Wochen nach seiner Rückkehr aus den USA und dem vielbeachteten Teilgeständnis in Köln räumte der Fußball-Lehrer am Mittwochabend in einem Interview mit dem Kölner Privatsender RTL größere Probleme als bisher ein. "Ich habe professionelle Hilfe in Anspruch genommen", sagte der ehemalige Trainer von Bundesligist Bayer Leverkusen. Mit Hilfe einer Therapie wolle er lernen, "Konflikte auf eine andere Art zu lösen und an Sicherheit zu gewinnen". Der sichtlich gezeichnete, aber ruhig und konzentriert wirkende Daum deutete an, bisher nicht die ganze Wahrheit gesagt zu haben. "Es kann sein, dass man in einer solchen Situation gewisse Dinge beschönigt", meinte der 47-Jährige, der am 20. Oktober im Anschluss an eine positive Haaranalyse nach Florida geflüchtet war. So könne die schmerzhafte Hüftarthrose, die ihm in Köln als Begründung für den Drogeneinstieg gedient hatte, lediglich als "Randargument" herhalten: "Das war ein Erklärungsansatz, den ich zu sehr in den Mittelpunkt gestellt habe." Überhaupt sei diePressekonferenz im Hyatt-Hotel, wo er am 12. Januar gelegentlichen Kokainkonsum eingestanden hatte, nicht in seinem Sinne verlaufen. Nach Wochen der häuslichen Ruhe, die er zur Therapie und zur Ordnung privater Dinge genutzt habe, strebe er nun eine Rückkehr in die Normalität an. "Ich bin seit einiger Zeit von den Drogen weg", meinte er. Zwar hält er eine baldige Rückkehr auf die Trainerbank noch für verfrüht, will sie aber nicht kategorisch ausschließen.

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