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Heute aus Carballiño

Paul

, der Krake, wird nicht zu Calamari fritti verarbeitet. Stattdessen wird er „Ehrenbürger“ in Spanien. Die kleine nordwestspanische Gemeinde Carballiño hat den weltberühmten Tintenfisch zum „Ehrenbürger“ erklärt. Die Entscheidung des Stadtrates sei einstimmig gefallen, berichtete die örtliche Presse am Dienstag. Mit der Anerkennung wolle sich der Ort nahe Orense, der von der Tintenfisch-Verarbeitung lebt, dafür bedanken, dass „Pulpo Paul“ den WM-Sieg Spaniens richtig vorhergesagt habe. Bürgermeister Carlos Montes will zudem nach Oberhausen reisen, um dem Kraken eine Auszeichnung zu überreichen. Sie besteht aus einer durchsichtigen Urne, wie sie bei Pauls Vorhersagen benutzt wurde, aber mit dem Wappen Carballiños. Montes möchte auch erreichen, dass das Aquarium in Oberhausen Paul für einige Tage an die galicische Ortschaft ausleiht, um ihn dort anlässlich eines großen Gastronomiefestes am 8. August auszustellen. Für adäquaten Transport und Unterbringung sei gesorgt, hieß es. In Carballiño leben 14 000 Menschen. „Die Deutschen brauchen keine Angst zu haben, wir wollen Paul nicht verspeisen“, sagte Manuel Pazos, der in Carballiño eine Fischfabrik betreibt. In Galicien ist Tintenfisch („pulpo“) das Nationalgericht. Am bekanntesten ist der „pulpo á feira“, wie er auch am 8. August in Carballiño serviert werden wird: gekochter Tintenfisch in Scheiben, gewürzt mit rotem Paprikapulver und grobem Salz. Serviert wird er mit einem kräftigen Schuss Olivenöl. dpa

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