LEUTE : LEUTE

Heute aus Berlin

Judith Holofernes

, Sängerin der Band Wir sind Helden, hat eine Anfrage der Werbeagentur Jung von Matt zurückgewiesen, an der Werbekampagne von Prominenten für die „Bild“-Zeitung teilzunehmen. „Ich glaub, es hackt“, heißt es in der Antwort von Judith Holofernes. „Die laufende Plakataktion der „Bild“-Zeitung mit sogenannten Testimonials, also irgendwelchem kommentierendem Geseiere (Auch kritischem! Hört, hört!) von sogenannten Prominenten (auch Kritischen! Oho!) ist das Perfideste, was mir seit langer Zeit untergekommen ist“, schreibt die Sängerin auf der Webseite der Band. Die Webseite brach am Freitag unter dem Ansturm von Usern zusammen, nachdem die Webseite „bildblog.de“ darüber berichtet hatte. In der Antwort heißt es weiter: „Selten hat eine Werbekampagne so geschickt mit der Dummheit auf allen Seiten gespielt. … Die „Bild“-Zeitung ist kein augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-Kulturgut und kein harmloses „Guilty Pleasure“ für wohlfrisierte Aufstreber, keine witzige soziale Referenz und kein Lifestyle-Zitat. Und schon gar nicht ist die „Bild“-Zeitung das, als was ihr sie verkaufen wollt: Hassgeliebtes, aber weitestgehend harmloses Inventar eines eigentlich viel schlaueren Deutschlands. Die „Bild“-Zeitung ist ein gefährliches politisches Instrument – nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.“ Tsp

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