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Heute aus Stuttgart und Kreuzlingen.

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Rupert Scholz

, ehemaliger Verteidigungsminister, muss wegen seiner Werbung für den 2005 pleitegegangenen Fonds „Deutscher Vermögensfonds I“ haften. Das entschied der Bundesgerichtshof, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Das Urteil könnte auch Folgen für viele andere Prominente haben, die für Geldanlagen werben. Scholz muss jetzt womöglich Schadenersatz an geschädigte Anleger zahlen (AZ: III ZR 103/10). Er hatte den Fonds in Interviews gelobt und auch im Anlageprospekt für das Produkt geworben. Gleichzeitig war der Politiker Vorsitzender des Beirats der Deutsche Anlagen AG, die den Fonds aufgelegt hatte. 2005 stellte die Finanzaufsicht Bafin fest, dass der Fonds in unerlaubte Bankgeschäfte verwickelt war. Scholz wurde in den Werbematerialien als ehemaliger Bundesminister sowie als Lehrstuhlinhaber für Staats- und Verwaltungsrecht, Verwaltungslehre und Finanzrecht vorgestellt – eine Person, von der interessierte Anleger Kompetenz in Geldangelegenheiten erwarteten. „Der durchschnittliche Anleger konnte davon ausgehen, dass der Beklagte über die erforderliche Seriosität, die Fachkompetenz zur Beurteilung der Anlage verfügte“, heißt es im Urteil des BGH. Tsp

Lys Assia, 87-jährige Grand-Prix-Veteranin, ist in der Schweizer Vorentscheidung mit „C’etait ma vie“ gescheitert, einem Lied des deutschen Eurovision-Urgesteins Ralph Siegel. Lys Assia war im Jahr 1956 die erste Grand-Prix-Gewinnerin überhaupt. Sie unterlag am Samstagabend in Kreuzlingen dem unbekannten Rockduo Sinplus und deren Song „Unbreakable“. dpa

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