LEUTE : LEUTE

Heute aus München und Hamburg.

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Josef Wilfling

, der frühere Chef der Münchner Mordkommission, hält jeden für einen potenziellen Mörder. „Täglich werden Menschen zu Mördern, von denen niemand geglaubt hätte, dass sie jemals zu solchen Taten fähig sein könnten – am allerwenigsten sie selbst“, schreibt Wilfling in seinem Buch „Unheil“. Mit dem Untertitel „Warum jeder zum Mörder werden kann“ schildert er Fälle aus seinem Berufsleben. Der Mörder, ein Mensch wie du und ich, das ist die Botschaft – der brave Familienvater, der seine Frau umbringt, als er sie beim Seitensprung erwischt; der Baggerfahrer, der nach jahrelangem Mobbing seinen Bauleiter zwischen den Schaufeln zermalmt; der erwachsene Sohn, der seine Mutter mit dem Samuraischwert köpft, weil er ausziehen und arbeiten soll. Laut Wilfling ist Deutschland mit einer Tötungsrate von 1,2 Fällen pro 100 000 Einwohner eines der sichersten Länder. Weltweit liege die Quote bei 7,1. Zudem sinke die Zahl der Tötungsdelikte. Dafür gebe es verschiedene Gründe wie Abschreckung durch die DNA-Analyse und mehr Selbstständigkeit bei den Frauen, die nicht mehr bei einem gewalttätigen Mann blieben, bis er sie töte. dpa

Richard David Precht, Bestseller-Autor, hält Männer für das glücklichere Geschlecht, weil ihre Erwartungen an das Glück nicht so hoch sind. „Die Anzahl der Männer, die mit einem Bier vor dem Fernseher Fußball gucken und einfach nur glücklich sind, ist nun wirklich größer als die Anzahl der Frauen bei einer vergleichbaren Tätigkeit“, sagte er „Für Sie“. „Das liegt daran, dass die meisten Frauen in Bezug auf das, was sie als Glück bezeichnen, anspruchsvoller sind.“ dpa

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