LEUTE : LEUTE

Heute aus Berlin.

Foto: dapd
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Jörg Kachelmann,

Meteorologe, durfte die Anhänger der Bürgerinitiative „Sauberer Himmel“ als „Neonazis oder Verrückte“ bezeichnen. Dieses Urteil verkündete das Landgericht Berlin am Mittwoch vor einer aufgebrachten Menschenmenge. Klägerverteter Dominik Storr nannte das Urteil skandalös und kündigte Berufung an. Storr ist Rechtsanwalt, Veganer und vertritt laut esowatch.com die These, dass das Weltgeschehen von einem „khasarischen Judentum“ gelenkt werde. Er gründete im vergangenen Jahr die Initiative „Sauberer Himmel“, die angeblich schon 5000 Anhänger hat. Deren Überzeugung ist es, dass das Wetter gezielt manipuliert wird. Ist der Himmel nur blassblau, so sei dies der Beleg dafür, dass gezielt Chemikalien und Feinstäube ausgebracht wurden. Kondensstreifen sind demnach Spuren dieser Chemikalien, eben „Chemtrails“. Das Ganze sei ein Genozidprogramm des Staats und natürlich Staatsgeheimnis. Dem Streit vorangegangen war eine Rundmail des Klägers an die Bundesregierung und weitere Institutionen, auf die Kachelmann an denselben Verteiler geantwortet hatte. Darin schrieb er, bei den Anhängern der Chemtrail-Bewegung habe man es mit „Neonazis oder Verrückten“ zu tun. Einer der Geschmähten klagte. Das Gericht befand, Kachelmanns Äußerung sei von seinem Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt. fk

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