LEUTE : LEUTE

Heute aus Berlin.

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Ariane Friedrich,

Hochspringerin und Kommissarin, wird von der Polizei gut behütet, während sie um ihre Olympiateilnahme kämpft. Informationen über mögliche disziplinarische Folgen für die Beamtin aus ihrer Facebook-Affäre sollen da besser nicht bekannt werden. „Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte von Bediensteten seitens des Dienstherren können grundsätzlich zu innerdienstlichen Vorgängen keine Auskünfte erteilt werden“, heißt es in einem Schreiben der Hessischen Bereitschaftspolizei, wo Friedrich in der Sportfördergruppe trainiert. Die rechtliche Bewertung sei außerdem noch nicht abgeschlossen und erfolge mit aller gebotenen Sorgfalt. Friedrich hatte auf ihrer Facebook-Seite in einer umstrittenen Aktion einen Mann mit Namen und Anschrift geoutet, der ihr obszöne Post gesandt hatte. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft Marburg. Wie ein Sprecher mitteilte, will die Behörde voraussichtlich noch im Juli beschließen, ob Anklage erhoben, ein Strafbefehl ausgesprochen oder das Verfahren eingestellt wird. Danach will die Hessische Polizei abschließend über die „innerdienstliche Würdigung“ des Vorgangs entscheiden. Die Behörde war bereits zuvor bemüht, den Fall herunterzuspielen. Nachdem der Tagesspiegel über das drohende Disziplinarverfahren für Friedrich berichtet hatte, bezeichnete dies ein Sprecher wider besseres Wissen gegenüber der Presse als „Spekulation“. Auch gegen Friedrich gab es kurzzeitig ein Ermittlungsverfahren an ihrem Wohnort Darmstadt. Dabei ging es um den Anfangsverdacht einer Beleidigung. Nach Auskunft der Behörde wurde das Verfahren jedoch umgehend eingestellt. neu

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