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Heute aus Tunis.

Foto: picture alliance / dpa

Amina Sboui

, tunesische Frauenrechtsaktivistin, hat ihre Gruppe Femen verlassen. Die 18-Jährige wirft der Organisation gegenüber der maghrebinischen Ausgabe der „Huffington Post“ Islamfeindlichkeit vor. Ihr habe nicht gefallen, dass Aktivistinnen vor der tunesischen Botschaft in Frankreich „Amina Akbar, Femen Akbar“ geschrien und vor der Großen Moschee von Paris ein Banner mit einem islamischen Glaubensbekenntnis verbrannt hätten. „Dies hat viele Muslime und viele meiner Verwandten getroffen. Man muss jede Religion achten“, sagte Sboui. Sie war inhaftiert worden, nachdem sie Mitte Mai in der Stadt Kairouan aus Protest gegen eine Salafisten-Kundgebung das Wort „Femen“ auf eine Friedhofsmauer geschrieben hatte. Gegenüber „Al Huffington Post“ warf Sboui Femen auch vor, ihre Geldquellen nicht offenzulegen. Nun überlegt sie, sich der anarchistischen Frauengruppe „Feminism Attack“ anzuschließen.mgo

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