LEUTE  : Schwuler Zoopinguin wird Hetero

Heute aus Hamburg

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Foto: dpa

Washington - Ein schwuler Pinguin namens Harry, der im Zoo von San Francisco die Seiten wechselte, hat in den USA eine Debatte ausgelöst. Das Drama: Harry hat sich von seinem langjährigen Partner Pepper getrennt und lebt nun mit dem Weibchen Linda zusammen.

Manche sehen die Geschichte des Liebesdreiecks so: Die männerverschlingende Linda angelt sich Harry, der Pepper daraufhin einen Korb gibt und nun in einer heterosexuellen Partnerschaft lebt. Oder wie es auf einer christlichen Internet-Website gesehen wird: Harry entdeckt, dass seine homosexuelle Neigung nur eine Verirrung war, verliebt sich in Linda und tut, was folgerichtig ist: Er zieht mit Linda zusammen. Ein Beweis dafür, „dass die Natur heterosexuelle Partnerschaften bevorzugt“, zitiert die „Los Angeles Times“ Anhänger traditioneller Familienwerte.

In der Bloggerszene im Internet, in der sich Amerikaner seit Bekanntwerden der Tiergeschichte gegenseitig mit Kommentaren überbieten, bezieht zumeist Linda Prügel. Als Miststück wird sie bezeichnet, als gewissenlose Hexe, die das Glück anderer aus purem Egoismus zerstört. Aber auch Harry bekommt sein Fett weg. Als Verräter und Trottel wird er unter anderem gebrandmarkt, und nur ein Blogger wirft zaghaft ein: „Mit welchem Recht maßen wir uns an, darüber zu urteilen, warum Harry sich am Ende für Linda entschieden hat?“ Pepper, darüber herrscht nahezu Einigkeit, ist der große Verlierer.

Sechs Jahre lebten Harry und Pepper laut Medienberichten glücklich auf Penguin Island zusammen, der Pinguin-Insel im Zoo. Gemeinsam zogen sie sogar ein Pinguin-Baby auf, Norris, erwachsen aus einem verwaisten Ei. Gleich nebenan wohnte Linda, zusammen mit ihrem Partner Fig, so etwas wie der Bürgermeister der Insel, zitieren Medien den Experten Harrison Edell. Fig starb im Januar, und Harry begann, sich in Lindas Nähe aufzuhalten. Dann zog er bei ihr ein und Linda legte prompt zwei befruchtete Eier. dpa

Harald Glöckler, Modemacher, leidet unter seiner Kindheit. „Ein Zombiefilm ist schöner als meine Kindheit“, sagte Glöckler, der sich gern „Glööckler“ nennt, der „Bild am Sonntag“. „Als ich 13 Jahre alt war, musste ich mitansehen, wie mein Vater meine Mutter erschlug. An diesem Tag endete meine Kindheit.“ Mit 18 Jahren sei er sofort ausgezogen. Er sei in eine Traumwelt geflüchtet.

Inga Humpe, Sängerin der Band 2raumwohung, mag Briefkästen. „Ich könnte mich auch in einen Briefkasten verlieben, wenn der gut aussieht“, sagte sie der „BamS“. „Und das Schönste am Schnellverlieben ist: Ich kann mich schnell wieder in Tommi verlieben, wenn es mit dem Briefkasten nicht klappt.“ Humpe und Tommi Eckart sind ein Paar und stehen gemeinsam auf der Bühne. Wiedergeboren werden will Humpe, die sich mit Buddhismus beschäftigt, als pinke Kakerlake. dpa

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