Welt : Leute: Siegfried & Roy: Leibhaftige Geldmaschinen im Zockerparadies

fds

"Zauberkunststücke in Las Vegas? Das will keiner sehen."Noch heute erinnern sich Siegfried Fischbacher (61) und Roy Horn (56), weltweit besser als Siegfried & Roy bekannt, an den kühlen Empfang im nordamerikanischen Spielerparadies. Doch seit ihrer Ankunft vor 30 Jahren haben die beiden deutschen Einwanderer alle Skeptiker Lügen gestraft: Mit ihrer zweistündigen Magier-Show, zehn Mal pro Woche auf die Bühne des Mirage-Hotel am "Strip" gezaubert, gelten sie mittlerweile als leibhaftige Geldmaschinen im Zockerparadies. Auf Wochen ausverkaufte und vor allem bei deutschen Touristen beliebte Vorstellungen (Kartenpreis: 200 Mark), die pro Tag 400 000 Mark in die Kasse spülen, haben mit allen Nebeneinnahmen - vom T-Shirt-Verkauf bis zum Eintrittspreis für das berühmte Tigergehege - allein in den letzten zehn Jahren für einen Umsatz von gut zwei Milliarden Mark gesorgt. Doch sind die beiden Magier noch längst nicht müde: Jetzt gaben beide bekannt, dass ihnen ein im US-Showgeschäft beispielloser Vertrag nun Auftritte bis zum Lebensende garantiert - was vor allem für deutsche Show-Unternehmer eine herbe Enttäuschung sein dürfte, die sich immer wieder Hoffnungen gemacht hatten, das weltweit populärste Illusionistenpaar in die Heimat zurücklocken zu können. Mit Rücksicht auf das Alter der Künstler, deren Bühnenshow noch immer die meisten der 2000 Gäste pro Abend zu stehenden Ovationen animiert, wird die Zahl der wöchentliche Auftritte von zehn auf acht Shows reduziert - beide wollen künftig noch mehr Zeit für die Aufzucht und Pflege ihrer 58 weißen Tiger und 19 weißen Löwen verwenden, für die sie einen große Teil ihres Vermögens verwenden.

Auch die Tatsache, dass Siegfried und Roy im Privatleben längst getrennte Wege gehen und sich im legendären, einst gemeinsam bewohnten "Dschungel-Palast" nur noch für Geschäfts-Besprechungen und Show-Planungen treffen, hat der Anziehungskraft der beiden nicht geschadet.

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