Welt : Leute: Washington nimmt Abschied von Hollywood

Während US-Präsident Bill Clinton Schauspiel-Stars wie Robert De Niro oder Tom Cruise an sich band, bereitet sich die Hauptstadt auf einen neuen Stil unter Präsident George W. Bush vor. Es wird erwartet, dass Bush junior eher Baseball-Stars und Freunde aus Texas zu Banketten ins Weiße Haus laden wird. "Die Gesellschaften werden weniger auffallend sein", sagt "Washington-Post"-Kolumnist Lloyd Grove voraus. Viele Hollywood-Stars dürften Bush gar nicht bekannt sein, sein letzter Film, den er im Kino sah, sei ein texanischer Streifen gewesen. Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" schaute er sich auf Video an und erklärte ihn zum besten Film, den er je gesehen habe. Einen Vorgeschmack auf den Stilwechsel hatte Bush bei einem Gala-Bankett der Republikaner im Frühjahr in Washington gegeben, wo er den Fauxpas beging, ohne Smoking zu erscheinen. Später erklärte er, im festlichen Anzug samt Fliege habe er sich nicht fotografieren lassen wollen, denn dies symbolisiere etwas Elitäres, was nicht zu ihm passe. Seine Lieblingsspeisen seien Erdnussbutter, Gelee-Sandwiches ohne Kruste und Kokosnusstorte, wird berichtet. Während des Wahlkampfs habe er Sushi, was ihm auf einem Flug serviert wurde, mit Entsetzen abgelehnt und sich über den Mut von Leuten gewundert, die rohen Fisch essen. Die Hauptstadt werde sich jedoch der neuen Ära anpassen, geben sich Beobachter optimistisch, wenn Bush am 20. Januar die Nachfolge Clintons antritt. "Wir wurden für eine Zeit lang Arkansaner, nun werden wir Texaner", kommentierte die frühere Pressesprecherin der ehemaligen First Lady Nancy Reagan, Sheila Tate.

Die Berliner Weitspringerin Susen Tiedtke (31) fordert 300 000 Mark von ihrem geschiedenen Ehemann, dem ehemaligen Weltklasse-Weitspringer Jo Greene. Die Olympia-Sechste von Sydney habe inzwischen erfahren, dass ihr Ex-Mann das von ihr finanzierte Haus in Orlando (Florida) verkauft hat, bestätigte ihr Vater und Trainer Jürgen Tiedtke am Dienstag der dpa. Bei der Scheidung im Mai 1998 sei zwar vereinbart worden, dass Greene weiter in dem 540 Quadratmeter großen Haus wohnen darf. Bei einem Verkauf sollte Susen Tiedtke aber die Hälfte des Geldes erhalten.

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