Welt : LEUTE

Heute aus Berlin

„Ich bin vielleicht eine ewige Skandalnudel, aber kein Vollidiot!“ Mit diesen Worten dementierte der Schauspieler Ben Becker am Samstag im Berliner Tempodrom die Vorwürfe, auf dem Flughafen Tegel den Hitlergruß gezeigt zu haben. Er erklärte dem Publikum bei seiner Veranstaltung „Die Bibel – eine gesprochene Symphonie“, er und sein Kollege Herbert Knaup hätten am Donnerstagabend auf dem Flughafen zur Begrüßung ausgelassen herumgealbert, die verbotene Geste habe er aber mit Sicherheit nicht gezeigt. Fluggäste hatten die Szene beobachtet und Strafanzeige gegen Becker gestellt. In einer E-Mail an die „Bild am Sonntag“ entschuldigte sich der 43-Jährige für den Vorfall, an den er sich laut eigener Angaben gar nicht erinnern könne. „Ich habe von der Anschuldigung selbst erst am Samstag aus der Zeitung erfahren, das ist alles absurd. Ich bin ein Kind der 68er und komme politisch aus einer ganz anderen Ecke“, ereiferte sich der Stiefsohn Otto Sanders im Tempodrom. Der Berliner wies dort zwar den Vorwurf, beim „Blödsinn machen“ mit Knaup zu weit gegangen zu sein, vehement von sich, er fragte aber die anwesenden Journalisten zugleich ironisch, ob man nun bald auch Chaplins Hitler-Parodie „Der große Diktator“ verbieten wolle. eve

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