Welt : LEUTE

Heute aus Paris und Straßburg

Carla Bruni, Sängerin, hat kurz vor Weihnachten ihre Freundschaft zu einem Obdachlosen enthüllt. Sie habe „freundschaftliche Bande“ zu einem Clochard namens Denis aus dem schicken 16. Pariser Stadtbezirk geknüpft, wo sie wohnt, zitierte die Zeitung „Le Parisien“ sie vorab aus einem Interview mit dem Straßenmagazin „Macadam“: „Ich bleibe manchmal stehen, um ihn zu grüßen, und sehr schnell sprechen wir über Lesestoff oder Musik.“ Angesichts des Kälteeinbruchs habe sie ihm angeboten, ihm im Winter eine Unterkunft in einem Hotel zu bezahlen. Denis wollte aber nicht. Bruni hat daraus eine Lehre gezogen: „Man kann die Obdachlosen nicht retten, man kann sie nicht gegen ihren Willen versorgen“, sagte sie. „Wir müssen ihre Entscheidung respektieren.“ Carla Brunis Mann Nicolas Sarkozy steht zweieinhalb Jahre nach seiner Wahl in seinem bisher schwersten Umfragetief. AFP

Rachida Dati, Frankreichs Ex-Justizministerin, hat Vermutungen bestätigt, dass sie ihrem neuen Job als Europaabgeordnete nicht viel abgewinnt. „Ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr!“, sagte Dati im Straßburger Plenum einer Freundin am Telefon – nicht wissend, dass ein Fernsehmikrofon neben ihr noch eingeschaltet war. „Ich glaube, dass es ein Drama geben wird, bevor meine Amtszeit zu Ende geht.“ Die Szene spielte sich im September während der Abstimmung für EU-Kommissionspräsident Barroso ab. „Ich bin im Plenum“, sagte Dati der Freundin am Telefon. „Ich muss hierbleiben und den Schlaukopf spielen, weil ein bisschen Presse hier ist.“ Die aus einer Einwandererfamilie stammende Dati war nach der Wahl Sarkozys ein Star im Kabinett. Ihr autoritärer Führungsstil, ihr Hang zum Luxus und Spekulationen über den unbekannten Vater ihres Kindes ließen sie in Ungnade fallen. AFP

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