Welt : LEUTE

Heute aus Hamburg, LA und Köln

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Roland Mesnier , langjähriger ChefPatissier des Weißen Hauses, hat gegenüber der „Zeit“ einige Küchengeheimnisse gelüftet. George W. Bush schätze „schlichte amerikanische Kuchen, nichts Kompliziertes“, „ein bisschen Texas“. Nur Eis müsse immer dabei sein. Während verlustreicher Kämpfe im Irak durfte es keine schwere oder besonders raffinierte Kost geben, sondern etwas, das „schnell herunterrutscht, eine Crème Caramel vielleicht oder eine Crème Brulée“, sagte Mesnier der „Zeit“.

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Michael Jackson , wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs angeklagter Sänger, ist empört, dass er im neuesten Musikvideo des Rappers Eminem kräftig veralbert wird. Ein Jackson-Sprecher forderte, Fernsehstationen sollten auf die Ausstrahlung des Clips „Just Lose It“ verzichten. In dem Video verspottet Eminem Jackson, indem er als Jackson verkleidet mit einer Schar von Kindern erscheint. Dazu singt er: „Kommt her, Ihr Kinderlein, auf meinen Schoß ...“ Obendrein macht sich Eminem über Jacksons mehrfach operierte und fehlgestaltete Nase lustig.

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Anke Engelke , gefeuerte Late-Night-Moderatorin, greift auch ordentlich unter die Gürtellinie. In ihrer Sendung am Dienstagabend fand der Rücktritt des CDU-Politikers Friedrich Merz eine satirische Interpretation: Jahrelang habe er versucht, Angela Merkel ins Bett zu bekommen, sei immer abgeblitzt und nun frustriert zurückgetreten. Merkel wurde dabei denkbar unvorteilhaft ins Bild gesetzt. Sat1-Sprecherin Christina Faßler sagte dazu, „Late-Night-Sendungen seien immer ein bisschen an der Grenze“. Merz und Merkel hätten sich noch nicht beschwert. Medienwissenschaftler Jo Groebel : „Wenn man nichts mehr zu verlieren hat, kann man noch einmal richtig zuschlagen.“ Engelke wolle mit Provokationen gewährleisten, dass ihr auch bei künftigen Projekten Aufmerksamkeit zuteil wird. Tsp/dpa

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