Welt : LEUTE

Heute aus London

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Victoria und David Beckham , Ehepaar, haben sich mit der Wahl des Namens Cruz für den neugeborenen dritten Sohn zum Gespött der britischen Presse gemacht. SpanischExperten, die von den Zeitungen zu Rate gezogen wurden, versicherten übereinstimmend, Cruz sei ausschließlich ein Mädchenname, und dazu noch ein altmodischer. „Beckham-Boy Nummer 3 hat von Geburt an ein Kreuz zu tragen“, titelte am Montag die „Daily Mail“ unter Anspielung auf die Bedeutung des Namens, der übersetzt Kreuz heißt. „Ich glaube, das ist ein ziemlich dummer Name“, sagte Lola Oria , Spanisch-Dozentin an der Universität Oxford. „Sie werden damit in Spanien Probleme haben, weil Cruz als Mädchenname betrachtet wird.“ Für Engländer sei der Name auch ziemlich schwierig auszusprechen. Gema Lopez El Cacho von der Universität Barcelona sagte: „Nur ganz Fromme nennen ihr Kind Cruz.“ David Beckham hatte die Entscheidung so erläutert: „Cruz ist einfach ein Name, der uns gefällt.“ Nach Informationen des „Daily Mirror“ dachte das Paar zwischenzeitlich daran, das Kind Jesus zu nennen. Sie seien davon aber wieder abgekommen, weil man ihnen in England dann wohl den Vorwurf gemacht hätte, jetzt komplett größenwahnsinnig geworden zu sein. Eine Krippenszene im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds, in der die Beckhams als Maria und Josef dargestellt wurden, hatte vor Weihnachten in London zu Protesten geführt. Ihren ersten Sohn hatten David und Victoria auf den New Yorker Stadtteil Brooklyn getauft. Zeitungen berichteten, er sei dort gezeugt worden. Auf den Namen Romeo für ihren zweiten Sohn kamen sie durch eine Fernsehpersiflage, in der zwei stark an die Beckhams erinnernde Figuren ihren Sohn nach dem Helden der Shakespear’schen Tragödie „Romeo und Julia“ benennen. Ein Medienwissenschaftler kommentierte dies mit den Worten, hier zeige sich, dass manchmal selbst die Hauptdarsteller des modernen Starkults Realität und Fantasie nicht mehr auseinander halten könnten. dpa

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