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Heute aus München

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KarlHeinz Wildmoser junior , Münchner Bauherr, ist im Schmiergeldprozess um den Bau des neuen Münchner Fußballstadions „Allianz-Arena“ zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht München I sprach den 41-Jährigen am Freitag der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr und der Untreue schuldig. Der mitangeklagte Schulfreund von Wildmoser junior erhielt wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Ihm wurden zudem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit auferlegt. Die beiden Angeklagten haben nach Auffassung des Gerichts von der Baufirma Alpine 2,8 Millionen Euro Schmiergeld für die Weitergabe von Informationen aus dem Vergabeverfahren kassiert. Wildmoser junior war damals Geschäftsführer der Bauherrin Allianz Arena München Stadion GmbH. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft für Wildmoser junior und eine zweijährige Bewährungsstrafe für dessen Schulfreund gefordert. Wildmoser hatte die Vorwürfe bestritten und von legalen Provisionen gesprochen, der Jugendfreund dagegen hatte ein Geständnis abgelegt. Wildmosers Verteidiger sahen kein strafbares Verhalten und forderten einen Freispruch. „Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe“, sagte Wildmoser vor dem Urteil in seinem Schlusswort. dpa

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