Welt : LEUTE

Heute aus Aspen in Colorado, USA

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Johnny Depp , Schauspieler, hat für seinen toten Freund, den amerikanischen Journalisten und Autor Hunter S. Thompson , eine spektakuläre Trauerfeier organisiert und mit mit rund zwei Millionen Dollar finanziert. Thompson wird die Welt sechs Monate nach seinem Selbstmord mit einem lauten Knall verlassen: Auf dem Familienanwesen Thompsons, der „Eulenfarm“, sollte seine Asche am Samstag bei Sonnenuntergang in 34 Feuerwerkskörper verpackt mit einer Kanone in alle Winde geschossen werden. Für die Kanone wurde extra ein 46 Meter hoher Turm errichtet. Sie hat die Form einer Faust mit zwei Daumen und wurde von Thompson selbst entworfen. Zu der Trauerzeremonie mit 350 Gästen wurden nach einem Bericht der „Aspen News“ auch die Schauspieler Sean Penn und Jack Nickolson erwartet.

Thompson hatte sich am 20. Februar im Alter von 67 Jahren während eines Telefonats mit seiner Frau in den Kopf geschossen. Der Sport und Politikreporter revolutionierte den amerikanischen Journalismus und gehörte seit Beginn der 70er Jahre zu den radikalsten Vertretern des so genannten „New Journalism“.

Eines seiner großen literarischen Vorbilder war Ernest Hemingway , der sich 1961 ebenfalls erschossen hatte. Schon 1978 stellte Thompson in einer BBC-Dokumentation detaillierte Pläne für den Abschuss seiner Asche vor. Zum Abschied will er keine Tränen sehen, sondern Eis in den Whiskey-Gläsern klicken hören. dpa

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