Welt : Liebe oder Geschäft?

Justiz ermittelt nach Enthüllungen um Claudia Schiffer und David CopperfieldMÜNCHEN (dpa).Die geheimnisvolle Beziehung zwischen dem Model Claudia Schiffer und dem Magier David Copperfield beschäftigt nun auch die Justiz.Die 26jährige Blondine will beweisen, daß ihre Liebe echt ist.Dokumente, die ihre Liebe zu Copperfield als reine Geschäftsbeziehung erscheinen lassen, sind demnach gefälscht.Claudia Schiffer habe Strafanzeige erstattet, sagte Oberstaatsanwalt Peter Schlicht am Donnerstag in München.Vorerst werde wegen Verdachts der Urkundenfälschung gegen unbekannt ermittelt. Man werde auch an Verantwortliche der "Bunten" herantreten."Wir müssen erst mal wissen, was los ist", sagte Schlicht.Der Fall sei offenbar sehr komplex.Möglicherweise kämen auch andere Delikte - etwa falsche Verdächtigung oder üble Nachrede - in Betracht.Die Ermittlungen stünden ganz am Anfang, die angeblichen Verträge müßten noch geprüft werden. "Bunte" und "Paris Match" hatten berichtet, die erste öffentliche Begegnung der beiden Showstars sei eine vertraglich bis ins Detail geplante PR-Aktion gewesen.Schiffers Hamburger Anwalt Matthias Prinz und Claudias Mutter Gudrun bestätigten diese Vereinbarung, bezeichneten aber weitere Unterlagen als Fälschung, nach denen die Beziehung bis heute nur eine vertraglich geregelte Erfindung ihrer Agenten sein soll.Auch Claudia Schiffer sagte der "Bild"-Zeitung: "Es gab und gibt keinen Vertrag." Thomas Schneider, stellvertretender Chefredakteur der "Bunten", der die Dokumente vorliegen, bestätigte: "Diese Verträge sind auch nach unseren Erkenntnissen gefälscht.Die Unterschriften wurden hineinkopiert.Wir würden das Material nie verwenden." Unbestritten bleibt, daß die von den Medien als "Geburtsstunde" eines Traumpaares gefeierte erste Begegnung arrangiert war.Copperfield hatte Schiffer am 8.Oktober 1993 bei einem Auftritt in Berlin auf die Bühne geholt.Dabei war der Eindruck entstanden, das Zusammentreffen sei zufällig gewesen.Beide galten seitdem als Paar und ließen die Öffentlichkeit an ihrer Lovestory teilhaben.Tatsächlich hatten der damals in Deutschland noch nicht so bekannte Magier und seine Manager Claudia Schiffer gegen ein Honorar von 35 000 Mark für den Abend "gebucht".Ihre Mutter verteidigte den Auftritt."Das ist doch ganz normal, daß man Prominenz bucht, wenn man einer Veranstaltung Aufmerksamkeit und Glanz verleihen will", sagte sie der "Bunten".Zugleich beteuerte Gudrun Schiffer: "Claudia und David lieben sich wirklich."

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