Lieferung aus Rumänien : Jetzt auch belastetes Putenfleisch in Deutschland

In Deutschland sind in den vergangenen Monaten fast 20 Tonnen mit Medikamenten belastetes Putenfleisch aus Rumänien in den Handel gelangt. Ein Großteil der Produkte wurde offenbar schon verzehrt.

Aus Rumänien ist mit Antibiotika belastetes Putenfleisch nach Deutschland gelangt.
Aus Rumänien ist mit Antibiotika belastetes Putenfleisch nach Deutschland gelangt.Foto: dpa

Die tiefgefrorene Ware sei bereits Mitte vergangenen Jahres nach Nordrhein-Westfalen geliefert und verarbeitet worden, berichtete das NRW-Verbraucherschutzministerium am Freitag. Der erlaubte Grenzwert für Antibiotika sei teilweise deutlich überschritten gewesen, obwohl eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des rumänischen Exporteurs vorliege. In einer Probe sei ein Grenzwert sogar um das 27-fache überschritten worden. Eine akute Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr bestehe aber nach derzeitigem Wissensstand nicht, erklärte das Ministerium.

Das Fleisch wurde den Angaben zufolge von einer Handelsfirma aus Münster bei einem rumänischen Lieferanten gekauft. Die Ware sei in einem Betrieb im Kreis Warendorf zu Großpackungen Putenbrust unter der Bezeichnung “Putenbrust, gebraten, Tandoori, mariniert, in Streifen“ weiterverarbeitet worden. Ausgeliefert worden sei in mehrere Bundesländer und nach Österreich und Großbritannien. Abnehmer seien Caterer, Zwischenhändler und weitere Großhändler gewesen. Vor allem in NRW, Bayern, Baden-Württemberg und Bremen sei das Fleisch in den Handel gelangt. Ein Großteil der Produkte sei mittlerweile wahrscheinlich bereits verzehrt. (rtr)

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