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Liveticker : Kraftwerksbetreiber will Stromversorgung reparieren

Die Brennstäbe im Reaktor 4 des japanischen AKW Fukushima liegen nach Einschätzung der US-Atomregulierungsbehörde NRC komplett frei. Demnach müsse die Strahlenbelastung "extrem hoch" sein.

Die zerstörten Reaktorgebäude 1 und 2 des AKW Fukushima. Bisher hieß es nur in Reaktorblock eins sei es zu einer Kernschmelze gekommen. Nun bestätigt der Betreiber Tepco, dass die Brennstäbe auch in den Blöcken zwei und drei geschmolzen seien.Weitere Bilder anzeigen
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24.05.2011 07:40Die zerstörten Reaktorgebäude 1 und 2 des AKW Fukushima. Bisher hieß es nur in Reaktorblock eins sei es zu einer Kernschmelze...

23:02 Techniker des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima wollen am Donnerstagmorgen (Ortszeit) mit der Wiederherstellung der Stromversorgung beginnen. Man versuche, eine neue Stromleitung zu legen, so dass die Kühlung wieder in Betrieb genommen werden könne, zitierte der staatliche Sender NHK einen Sprecher des Kraftwerksbetreibers Tepco auf seiner Internetseite.

22:36 Die Brennstäbe im Reaktor 4 des japanischen Katastrophen-Kraftwerks Fukushima liegen nach Einschätzung der US-Atomregulierungsbehörde NRC komplett frei. Man gehe davon aus, dass das Abklingbecken defekt und das Wasser abgelaufen sei, sagte NRC-Direktor Gregory Jaczko in einer Anhörung vor einem Kongress-Ausschuss laut einem Bericht der „New York Times“. „Wir glauben, dass die Strahlenbelastung extrem hoch ist“, sagte Jaczko.

Dies wiederum könnte die Arbeit zur Eindämmung der Krise behindern. Zugleich machte die US-Regierung klar, dass sie die von den japanischen Behörden verordnete Evakuierungszone für zu klein hält. Auf Anraten der NRC legte sie allen Amerikanern vor Ort nahe, das Gebiet im Umkreis von 80 Kilometern um Fukushima zu verlassen. Wer dies nicht könne, solle sich nicht im Freien aufhalten.

Die Regierung in Tokio hat zum Schutz vor radioaktiver Strahlung bisher nur Gebiete im Umkreis von 20 Kilometern evakuiert. Wer zwischen 20 und 30 Kilometer entfernt wohnt, solle im Haus bleiben.

22:32 Kaliumjodidtabletten sind beim größten Hersteller in den USA komplett ausverkauft. Das Unternehmen Anbex teilte am Mittwoch mit, es habe seit dem Beginn der Krise tausende Bestellungen für sein Medikament Iosat erhalten. Diese seien hauptsächlich von der Westküste der USA, aber auch aus Japan, Südkorea und anderen asiatischen Staaten eingegangen, sagte Firmenchef Alan Morris der Nachrichtenagentur AFP. Er hoffe, dass sein Unternehmen binnen zweier Wochen wieder liefern könne. Die Tabletten schützen die Schilddrüsen vor radioaktiver Strahlung.

Morris verwies darauf, dass es in den USA noch ein Unternehmen gebe, dass Kaliumjodid in flüssiger Form anbiete. Fleming Pharmaceuticals schrieb jedoch auf ihrer Internetseite, dass das Unternehmen rund um die Uhr arbeite, um die Lieferungen nach Japan bewältigen zu können. Atombehörden hatten zuvor vor einer sehr hohen Strahlenbelastung rund um den japanischen Unglücksreaktor Fukushima 1 an der Ostküste des Landes gewarnt.

22:20 Die Evakuierung der Gegend um das japanische Atomkraftwerk Fukushima Eins wird nach Informationen des Fernsehsenders NHK ausgeweitet. Wegen der Gefahr radioaktiver Verstrahlung müssten weitere 28 000 Menschen in der Präfektur Fukushima ihre Häuser verlassen, meldete der Sender am Donnerstag (Ortszeit). Viele Notunterkünfte in der Region seien aber schon zu überfüllt, um neue Atom-Flüchtlinge aufzunehmen. Deshalb würden die Menschen jetzt auch auf umliegende Präfekturen verteilte.

16:54: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hat die Situation in Fukushima Eins als "sehr ernst" bezeichnet. Er werde so schnell wie möglich selbst nach Japan fliegen und danach eine Sondersitzung des Gouverneursrats einberufen, sagte der Japaner am Mittwoch in Wien.

14:42: Wegen der Atomkatastrophe in Japan rät die Bundesregierung den rund 1000 verbliebenen Deutschen im Großraum Tokio jetzt offiziell, sich in andere Landesteile in Sicherheit zu bringen oder ins Ausland zu reisen. Es handele sich um eine "erhebliche Aktualisierung" der Reisehinweise für Japan, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Teile der deutschen Botschaft sind nach seinen Worten von Tokio nach Osaka verlegt worden, um den Bundesbürgern konsularisch zu helfen. Inzwischen gelten dem Sprecher zufolge keine der etwa 100 Deutschen in den vom Erdbeben und dem Tsunami am schlimmsten betroffenen Regionen mehr als vermisst.

14:40: Der innere Reaktormantel von Block 3 im Atomkraftwerk Fukushima Eins ist nach Regierungsangaben wahrscheinlich nicht ernsthaft beschädigt. Das sagt Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwochabend (Ortszeit). Am Vormittag hatte er noch mitgeteilt, dass der Mantel womöglich schwer beschädigt sei.

14:39: Trotz der vielen Vermissten und Toten besteht in der japanischen Erdbebenregion aus Expertensicht keine akute Seuchengefahr. "Nach unserer Einschätzung ist die Wahrscheinlichkeit einer Epidemie sehr gering", sagt der Geschäftsführer von Ärzte
ohne Grenzen, Frank Dörner. "Japan hat extrem schnell reagiert." Die Notfallpläne hätten gegriffen. Das Land sei medizinisch sehr gut versorgt und mit Haiti, wo die Cholera nach dem Erdbeben tausende Menschenleben kostete, nicht zu vergleichen. Nach Angaben Dörners wird eine Epidemie hauptsächlich durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen. Hiervon sei Japan aber nicht betroffen.

14:33: Nach Angaben der japanischen Atomsicherheitsbehörde erhitzt sich das Wasser im Abklingbecken des Reaktors 3 im Akw Fukushima.

14:29: Flugpassagiere aus Japan werden derzeit bei ihrer Ankunft in Deutschland nicht auf atomare Verstrahlung untersucht. Im Moment werde dafür "noch kein Anlass gesehen", sagt die Sprecherin des Bundesumweltministeriums, Christiane Schwarte, in
Berlin. Sollte sich diese Einschätzung ändern, würden die Flughäfen angewiesen, Strahlen-Messstationen einzurichten. "Das Bundesamt für Strahlenschutz beobachtet die Strahlenwerte", versichert die Sprecherin.

14:14: Als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Japan unterzieht China alle seine Nuklearanlagen einer Sicherheitsprüfung. Wie der Staatsrat nach einem Krisentreffen zur Lage in Japan und möglichen Folgen für China erklärt, werden zudem die Genehmigungen für den Bau neuer Atomkraftwerke in dem Land vorübergehend auf Eis gelegt. China betreibt derzeit 13 Atomreaktoren. Für den Bau von 34 weiteren Anlagen gab die Regierung bereits grünes Licht, 26 davon werden schon gebaut.

14:06: Derzeit besteht bei Lebensmitteln aus Japan nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO noch keine Gefahr für die Gesundheit. Solche eine Gefahr könne nur von Produkten ausgehen, die unmittelbar aus der Nähe der beschädigten Atomanlagen im Norden Japans stammten, sagt ein WHO-Sprecher.

14:04: In dem schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima 1 soll ein Spritzenwagen mit Wasserkanone eingesetzt werden, um das Abklingbecken von Reaktor 4 aufzufüllen. Damit soll verhindert werden, dass die in dem Becken gelagerten gebrauchten Brennstäbe überhitzen, berichtet der Fernsehsender NHK. Der Reaktor war zur Zeit des Erdbebens am Freitag wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb. Am Dienstag kam es jedoch zu einer Explosion, anschließend brach beim Abklingbecken ein Feuer aus. Der Brand konnte von der US-Armee gelöscht werden.

13:48: Die Armee soll nach Angaben der Atombehörde beim Kühlen des Reaktors Nummer 3 und des Abklingbeckens im Block 4 helfen.

13:21: Aus Solidarität mit dem Volk verzichtet Japans Kaiserpaar jeden Tag in seinem Palast in Tokio zwei Stunden freiwillig auf Strom. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo und beruft sich auf Angaben des Kaiserhofs. Nachdem das schwere Erdbeben und der Tsunami mehrere Atomreaktoren beschädigt haben, gingen die japanischen Stromkonzerne dazu über, Elektrizität zu rationieren.

12:31: Die Menschen in der japanischen Präfektur Fukushima sind angesichts der katastrophalen Lage in dem naheliegenden Akw nach den Worten der dortigen Regierung zutiefst besorgt und wütend. "Dieser nukleare Unfall hat die Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, und ich will, dass das ganze Land Verständnis für sie zeigt", sagte der Gouverneur der Region, Yuhei Sato, dem Fernsehsender NHK. "Die Sorge und Wut der Menschen in Fukushima haben ihre Grenze erreicht", fügt er
hinzu. Im Umkreis von 20 Kilometern der Anlage waren rund 200.000 Menschen vor der radioaktiven Strahlung in Sicherheit gebracht worden. Sato kritisierte, die Menschen in den Notlagern seien noch immer nicht mit ausreichend Nahrung und den nötigen Hilfsmitteln versorgt worden. "Lebensmittel, lebensnotwendige Güter und Öl sind auf dem Weg, sie haben die Notfallzentren aber noch nicht erreicht."

12:03: Bei eisigen Temperaturen sind am Tag 5 nach dem schweren Erdbeben und Tsunami im Nordosten Japans etwa 80.000 Polizisten und Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. In einem Sondertreffen seiner Regierung sagte Ministerpräsident Naoto Kan demnach: "Wir konnten mehr als 26.000 Menschen retten, aber die Zahl der Toten und Vermissten überschreitet die 10.000."

11:53: Die japanische Polizei will einem Fernsehbericht zufolge versuchen, das Abklingbecken im Reaktorblock vier des AKW Fukushima mit Wasserwerfern zu kühlen.

11:49: Die Atomkatastrophe in Japan sorgt zunehmend für Panikkäufe im benachbarten Osten Russlands. In den Apotheken des Gebiets Kamtschatka seien Jodtabletten ausverkauft, teilt die örtliche Gesundheitsbehörde mit. Auch in der etwa 1000 Kilometer vom Atomkraftwerk Fukushima 1 entfernten Großstadt Wladiwostok würden die Menschen in die Geschäfte stürmen und Jod-Medikamente sowie Strahlenmessgeräte kaufen. Die Radioaktivität hat sich nach Angaben des Zivilschutzministeriums aber nicht erhöht.

11:35: Die offizielle Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben und Tsunami in Japan ist auf 4164 gestiegen. Das berichtet der TV-Sender NHK. Die Zahl der Vermissten geht nach wie vor in die Tausende - sie liege bei mindestens 12.000, heißt es. Hunderttausende leben seit dem schweren Beben vom vergangenen Freitag in Notunterkünften.

10:31: Im weiteren Umfeld des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins besteht nach japanischen Regierungsangaben keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit der Anwohner. Diese Angabe gelte für eine Entfernung von 20 bis 30 Kilometern um die Reaktoren, sagt der Regierungssprecher Yukio Edano. In diesem Radius hatte die Regierung bereits zuvor die Menschen aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Den näheren Bereich bis 20 Kilometer rund um das havarierte Kraftwerk sollten die Menschen verlassen. Edano sagte weiter, unmittelbar am Kraftwerk sei die Strahlung konstant.

10:13: Mit Helikoptern sollte über dem Reaktor 3 Wasser ausgeschüttet werden, um die zum Teil freiliegenden Brennstäbe zu kühlen. Der Einsatz eines Militärhubschraubers wurde aber abgebrochen, wie Edano bestätigt. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo war es den Sicherheitsgruppen wegen der hohen Radioaktivität nicht möglich, Wasser von der Luft aus auf das Gebäude zu sprühen. Rettungskräfte wollen den Reaktor 4 nun vom Boden aus kühlen, die Vorbereitungen dazu laufen.

9:14: Mit Militärhubschraubern versucht Japan, eine Ausweitung der Atomkatastrophe in der Anlage Fukushima 1 zu verhindern. Fernsehbilder zeigten einen Helikopter auf dem Weg zu dem Atomkraftwerk, über dem er Wasser zur Kühlung eines Reaktors abwerfen sollte. Die Tageszeitung "Yomiouri Shimbun" berichtet auf ihrer Internetseite, insgesamt sollten etwa vier Militärhubschrauber des Typs CH-47 Chinook zum Einsatz kommen.

9:01: Der japanische Kaiser Akihito (77) ruft in einer ersten Ansprache seit der Naturkatastrophe seine Landsleute zum Durchhalten auf. "Ich hoffe aufrichtig, dass die Menschen diese schreckliche Zeit überstehen werden, indem sie sich gegenseitig helfen", sagt er in einer Videobotschaft, aus der die Nachrichtenagentur Kyodo zitiert. Zudem spricht er den Opfern des Erdbebens und des Tsunamis sein Beileid aus. "Ich bete für die Sicherheit so vieler Menschen wie möglich", sagt Akihito zudem, wie der britische Sender BBC berichtet. Beim ersten öffentlichen Auftritt seit dem Unglück vom Freitag sagt der Kaiser, er sei sehr beunruhigt. "Das war nicht vorhersehbar." Der Kaiser von Japan äußert sich sehr selten in der Öffentlichkeit.

8:53: Japans Verteidigungsministerium kündigt die Entsendung von tausenden Reservisten in das Erdbeben- und Tsunamigebiet im Nordosten der Hauptinsel Honshu an. Rund 6400 Reservisten würden zur Verstärkung der 70.000 Soldaten entsandt, die bereits im Einsatz seien, erklärte das Ministerium am Mittwoch in Tokio. Insgesamt sollen 100.000 reguläre Soldaten bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten helfen. Das sind rund 40 Prozent der japanischen Streitkräfte.

8:41: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigener Auskunft keine Hinweise darauf, dass sich Radioaktivität aus dem zerstörten japanischen Akw Fukushima in bedeutsamem Ausmaß über das Land hinaus ausbreitet.

8:30: Cäsium und Jod seien im Leitungswasser in der Präfektur Fukushima nachgewiesen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf örtliche Behörden. Dies habe keine Auswirkungen auf die Gesundheit, heißt es.

8:28: Der Bürgermeister der japanischen Stadt Koriyama bittet die Weltgemeinschaft um Hilfe bei der Versorgung tausender Menschen, die aus dem Umkreis des Unglücksreaktors Fukushima 1 geflohen sind. 9000 Menschen seien derzeit in Notunterkünften in der 50 Kilometer westlich des schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima 1 gelegenen Stadt untergebracht, sagt Masao Hara.

8:24: Im Reaktor zwei des Atomkraftwerks Fukushima I gibt es nach Angaben des Betreibers eine gewisse Entspannung. Der Druck sei zurückgegangen und die Temperaturen hätten sich stabilisiert, teilt der Energiekonzern Tepco mit. Die Lage im Reaktor 4 nannte das Unternehmen dagegen "nicht so gut". Priorität habe derzeit allerdings die Situation im Reaktor 3.

7:30: Soldaten bereiten sich darauf vor, Wasser mit Hilfe von Hubschraubern auf den Reaktor 3 des Atomkraftwerks Fukushima abzuwerfen. Das berichtet der Fernsehsender NHK. Damit sollen die Brennstäbe gekühlt werden.

7:06: Nach dem Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami am Freitag ist die Zahl der Toten und Vermissten in Japan inzwischen auf mehr als 11.000 gestiegen. Offiziell wurden am Mittwoch über 7500 Menschen vermisst, wie die Polizei mitteilte. Die Zahl der bestätigten Toten lag bei 3676.

6:45: Die Lage im Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima in Japan ist vollkommen außer Kontrolle. Am Mittwoch fingen sowohl Reaktor 4 als auch Reaktor 3 Feuer. Zudem wurde in Block 3 womöglich die wichtige innere Reaktorhülle beschädigt, sagte ein Regierungssprecher. Nach einem starken Anstieg der Strahlung mussten sich die Arbeiter zeitweise aus dem Kraftwerk zurückziehen. Die Evakuierungsanordnung wurde aber inzwischen wieder aufgehoben worden, berichtet der Sender NHK. Ein Löscheinsatz war zunächst nahezu unmöglich, der Brand schwelte für Stunden weiter. Die japanische Regierung forderte nun auch im Ausland Hilfe an. Derweil erschütterten weitere Nachbeben das Land.

6:13:  Mindestens 1,6 Millionen Haushalte sind nach der Naturkatastrophe in Japan noch immer ohne fließend Wasser. Das berichtete der Sender NHK am Mittwoch (Ortszeit) und berief sich auf Angaben des Gesundheitsministeriums. Zuvor hatte NHK bereits gemeldet, dass 76.000 Gebäude beschädigt und mindestens 6300 weitere komplett zerstört seien.

6:11: Abgeordnete von CDU und SPD äußern Zweifel an der Rechtmäßigkeit der von Bund und Ländern beschlossenen vorübergehenden Abschaltung von Atomkraftwerken ohne Zustimmung des Bundestages. „Ich lasse prüfen, ob es dazu weiterer korrigierender gesetzlicher Regelungen bedarf“, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert. Nach einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers“ haben Lammert und der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Siegfried Kauder (beide CDU), auch in der Sitzung der Unions-Bundestagsfraktion am Dienstag rechtliche Bedenken geäußert.

5:47: In Japan hat es ein weiteres starkes Nachbeben gegeben. Die Erdstöße hätten am Mittwochmittag (Ortszeit) eine Stärke von 6,0 gehabt, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Das Epizentrum habe 95 Kilometer östlich der Hauptstadt Tokio gelegen, berichtete die Behörde auf ihrer Internetseite.

5.27: Der AKW-Betreiber Tepco versucht nach Angaben der japanischen Atombehörde, eine Straße zum Reaktor 4 zu bauen, damit Feuerwehrfahrzeuge den Meiler erreichen können.

4.36: Die Anordnung zur Evakuierung des AKW Fukushima wird nach Angaben der Atombehörde aufgehoben. Zuvor sei die Strahlung wieder gesunken. Nach wie vor ist der Behörde zufolge unklar, ob der Sicherheitsbehälter von Reaktor 3 beschädigt ist.

4.16: Wegen des drastischen Anstieges der Strahlenbelastung müssen Arbeiter das Atomkraftwerk Fukushima verlassen, wie die Agentur Kyodo unter Berufung auf die Atombehörde meldet. Auch der Sender NHK berichtet, dass die Arbeiten gestoppt worden seien.

3.38: Die japanische Regierung spricht nach den Worten eines Sprechers mit den US-Streitkräften darüber, bei der Kühlung von Reaktoren zu helfen.

3.25: Die japanische Regierung erwägt nach Angaben eines Sprechers nicht, die Evakuierungszone rund um das AKW Fukushima I zu vergrößern.

3.19: Die Strahlenbelastung am Atomkraftwerk Fukushima I stieg kurz nach 02.00 Uhr (MEZ) der Regierung zufolge stark an. Etwa eine Stunde später sei der Wert wieder gefallen.

2.32: Nach einem Bericht des Fernsehsenders Fuji TV steigt weißer Rauch über dem Reaktor 3 des AKW Fukushima auf.

2.02: Einem Fernsehbericht zufolge ist über dem Reaktor 4 des Katastrophenkraftwerkes Fukushima I weißer Rauch zu sehen. Zuvor hatte es in dem Gebäude gebrannt.

1.00: Nach den massiven Kursverlusten der vergangenen Handelstage eröffnet die Tokioter Börse im Plus. Der Nikkei-Index legt zu Beginn des Handels um knapp zwei Prozent zu. Am Dienstag hatte der Nikkei aus Angst vor einer noch schlimmeren Katastrophe mehr als zehn Prozent seines Wertes abgegeben. (mit dpa/AFP/dapd/Reuters)

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