• Liveticker zum ESC-Finale in Wien: Schweden siegt - null Punkte für Deutschland

Liveticker zum ESC-Finale in Wien : Schweden siegt - null Punkte für Deutschland

Riesenfreude für die Schweden, Riesenniederlage für Deutschland: Måns  Zelmerlöw hat den 60. Eurovision Song Contest gewonnen, Ann Sophie hat keinen einzigen Punkt bekommen- genauso wie Gastgeber Österreich. Lesen Sie hier die Ereignisse in unserem Liveticker nach!

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Der Schwede Måns  Zelmerlöw hat den 60. Eurovision Song Contest in Wien gewonnen. Die Trophä wurde von der österreichischen Vorjahressiegerin Conchita Wurst überreicht
Der Schwede Måns  Zelmerlöw hat den 60. Eurovision Song Contest in Wien gewonnen. Die Trophä wurde von der österreichischen...Foto: Reuters

Schweden gewinnt den 60. Eurovision Song Contest in Wien dank Sunnyboy Måns Zelmerlöw. Deutschland und Österreich sind die einzigen Länder, die komplett leer ausgehen - für Ann Sophies Auftritt gab es überhaupt keinen Punkt. Lesen Sie hier die Ereignisse des Abends in chronologischer Folge in unserem Ticker nach.

1.08 Uhr - Zero Points for Germany: Wer sich jetzt weinend in den Keller verkriecht und denkt, dass es das noch nicht gegeben hat - doch, hat es. 1964 und 1965 war irgendwie auch der Wurm drin. Woran es nun mit Ann Sophie gelegen hat? Lesen Sie dazu am Sonntag mehr bei uns. Vielleicht sollten wir einfach mal ein ESC-Praktikum bei den Schweden machen, die haben es schließlich drauf. Feiern Sie noch schön, ärgern Sie sich nicht und schreiben Sie ihre Meinung in unsere Kommentarleiste unter diesem Ticker!

1.00 Uhr - Zurück nach Hamburg: Babs Schöneberger versucht sich gerade das Debakel für Deutschland schön zu reden ("Da stimmte doch einfach alles!"). Österreich hatte ebenfalls null Punkte und ist auf dem letzten Platz gelandet.

0.55 Uhr - Letztes Ständchen: Måns Zelmerlöw gibt seinen Sieges-Song "Heroes" ein letztes Mal zum Besten.

Queere Momente des ESC
Auf der Stelle stehen, großartig singen und toll aussehen: Die Österreicherin Conchita Wurst gewann 2014 in Dänemark mit ihrer phänomenalen "Rise Like Phoenix"-Performance. Keine(r) hat in der ESC-Geschichte so gekonnt mit den Geschlechterrollen gespielt wie die bärtige Drag Queen.Weitere Bilder anzeigen
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13.05.2016 17:11Auf der Stelle stehen, großartig singen und toll aussehen: Die Österreicherin Conchita Wurst gewann 2014 in Dänemark mit ihrer...

0.53 Uhr: Siegerehrung für Schweden: Goldregen über Måns Zelmerlöw und die Übergabe des ESC-Pokals durch Conchita Wurst. Da wird es heute noch oft "Skål!" heißen.

0.49 Uhr - Niederlage für Deutschland: Nun ist es offiziell - kein Punkt für Deutschland. Und die Schweden kriegen sich gar nicht wieder ein. Glückwunsch!

0.44 Uhr: Ein paar Länder müssen zwar noch ihre Punkte abgeben, das ändert aber nichts mehr an der blau-gelben Freude.

0.45 Uhr: Schweden hat gewonnen!

0.44 Uhr: Zypern schickt 12 Punkte nach Bella Italia.

0.42 Uhr: Island gibt seine 12 Punkte an - natürlich - Schweden.

0.41 Uhr: Italien gibt Schweden 12 Punkte. Immer noch kein Punkt für Deutschland, eine Riesenkatastrophe bahnt sich an.

0.40 Uhr: San Marino gibt Italien "nur" 10 Punkte? Dafür 12 Punkte an Lettland. Huch?

0.39 Uhr: Russland kann sich leider nicht selbst Punkte geben (auch wenn der Ansager diesen Witz tatsächlich bringt!) und bedenkt daher Schweden, Belgien und nach Italien.

0.38 Uhr: Shalom, Israel! 12 Punkte für Italien.

0.36 Uhr: Polen verschafft Schweden noch mehr Abstand zum bislang Zweitplatzierten - den Russen.

0.34 Uhr: Die Niederlande durften ja selbst nicht beim Finale mitmachen, feiern jetzt aber ihre belgischen Nachbarn mit 12 Punkten.

0.33 Uhr: Litauen zeigt Nachbarschaftsliebe mit 12 Punkten an Lettland.

0.32 Uhr: Knappe Kiste - jetzt führt Schweden wieder und Russland sitzt dahinter. Derweil ist die Leitung nach georgien zusammengebrochen.

0.31 Uhr: London calling - Großbritannien haben ja selbst eher mau - nein, wirklich schlecht - performt, haben aber im Gegensatz zu Deutschland schon zwei Punkte eingeheimst. Für Schweden vergeben sie jetzt 12 Punkte.

0.30 Uhr: Ungarn schickt Australien, Schweden und Belgien Punkte.

0.29 Uhr: Slowenien wurde vor allem von Schweden verzaubert. 12 Points!

0.27 Uhr: Mazedonien bedenkt Albanien mit 12 Punkten.

0.26 Uhr: Österreich, unser Leidensgenosse, gibt Russland, Italien und "Austraaaaaliaaa" Punkte. Nüscht für Deutschland.

0.24 Uhr: Spanien sieht Italien ganz vorn - hätten Sie das gedacht? Na bitte!

0.23 Uhr: Weiter geht es mit Tschechien: Sie geben Aserbaidschan 12 Punkte. Fast hätten wir es vergessen - Österreich hat bisher auch keinen einzigen Punkt.

0.21 Uhr - Schmach für Deutschland? Zwanzig der vierzig wählenden Länder haben ihre Punkte vergeben. Russland, Schweden und Italien liegen vorn. Deutschland belegt mit bislang null Punkten den letzten von 27 Plätzen.

0.19 Uhr: Newcomer Australien vergibt 8 Punkte an Italien, 10 Punkte an Russland und 12 Punkte an Schweden.

0.18 Uhr: Deutschland hat gewählt: "Servus, Wien", brüllt Barbara Schöneberger. Belgien - 8 Punkte, Schweden - 10 Punkte, Russland - 12 Punkte.

0.17 Uhr: Schweden hält erstmal eine Lobrede auf die Toleranz und schickt dann Punkte nach Italien, Belgien und -hui!- 12 Punkte nach Australien?

0.16 Uhr: Lettland kriegt 12 Punkte von den Iren.

0.15 Uhr: Armenien verteilt Punkte an Montenegro, Georgien und - 12 Punkte - an Russland.

0.14 Uhr: Frankreich hat die Belgier mit 12 Punkten bedacht. Oh là là, et l'Allemagne?

0.13 Uhr: Belgien schickt ebenfalls die volle Ladung nach Schweden. Blau-gelbe Freude!

0.11 Uhr: Die Schweiz gibt seine 12 Punkte ebenfalls nach Schweden. Der erste Eurovision Grand Priv fand übrigens vor 60 Jahren in Lugano statt.

0.10 Uhr: Dänemark schickt 8 Punkte nach Down Under, 10 Punkte nach Russland und 12 Punkte nach Schweden. Die Skandinavien-Gang hält am Ende des Tages doch noch zusammen.

0.09 Uhr: Italien ist übrigens momentan unter den Top 3.

0.08 Uhr: Serbien gibt Montenegro 12 Punkte - na dann, auf gute Nachbarschaft!

0.07 Uhr: Lettland schickt seine Punkte nach Italien, Russland und schließlich an Schweden.

0.06 Uhr: Aserbaidschan gibt Italien 8 Punkte, Georgien 10 Punkte und - keine Überraschung - Russland 12 Punkte.

0.05 Uhr: Moldau schickt seinen Nachbarn in Rumänien 12 Punkte.

0.03 Uhr: Albanien hat Italien 12 Punkte gegeben.

0.02 Uhr: Weißrussland gibt Belgien 8 Punkte (nanu!), 10 Punkte an Schweden und - tada - 12 Punkte an Russland.

0.00 Uhr: Portugals Leitung ist zusammengebrochen, weiter geht es deshalb erst einmal mit Rumänien, die Schweden, Russland und Italien (in dieser Reihenfolge) mit Punkten überschütten. Bisher gibt es keinen Punkt für Deutschland.

23.59 Uhr: Griechenland gibt Russland 8 Punkte, vergibt (nur!) 10 Punkte an Zypern und 12 an die drei jungschen Tenöre.

23.58 Uhr: Malta hat gerade 12 Punkte nach Italien geschickt, Finnland bedenkt Estland mit 10 Punkten und schenkt dem Nachbarn (und großen Favoriten) Schweden 12 Punkte.

23.55 Uhr: Montenegro verteilt die ersten Punkte - 8 Punkte für Aserbaidschan, 10 Punkte für Albanien und 12 Punkte für Borjana aus Serbien! Der Balkan hält zusammen.

23.53 Uhr - Tagesspiegel-Leser für Ann Sophie: Eine Liebeserklärung an die deutsche Kandidatin - direkt aus unserem Kommentarbereich unter diesem Ticker: "Schon wieder ein Fräuleinwunder aus Deutschland. Ann Sophie spart nicht mit ihren Reizen. Tolle, starke Stimme. Ein wunderbarer langsamer Rhythmus. Sie schafft es unter die top ten." Na, dann!

23.43 Uhr - Gute Wurst: Wenn Ihnen das alles nicht geschmeckt hat, schauen Sie sich doch jetzt den nächsten Auftritt von Conchita an. Sie performt zwei Songs aus ihrem neuen Album. Eine echte Diva, die weiß, wie sie ihr ESC-Publikum glücklich macht.

23.40 Uhr - Entscheidungsschwierigkeiten auf Twitter: Im Real Life allerdings wurden soeben die Hotlines geschlossen, nun werden die Stimmen ausgezählt.

23.17 Uhr - An den Hörer, fertig, los! Na, greifen Sie jetzt auch zum Telefon? Demokratie ist doch eine feine Sache, umso mehr wenn es um lebenswichtige Themen wie Pop geht. Vor 1997 wurden die Punkte durch eine Jury vergeben. Die Revolution begann, als Deutschland, Schweden, Österreich, die Schweiz und Großbritannien das Televoting ausprobierten und damit einen Erfolg landeten. Heute werden die Punkte zu 50 Prozent durch Anrufer vergeben. Die Jury entscheidet immer noch über die andere Hälfte der Punkte. Und noch ein Hinweis für alle, die gerade Deutschland-Fähnchen schwingen: Für Ann Sophie kann man aus Deutschland leider nicht anrufen. Hoffentlich haben Sie beim Rest also gut zugehört.

23.13 Uhr - Amoooooooore: Solo Amoooore! Ganz viel Herzschmerz bei den drei Tenören von "Il Volo". Die sehen eher aus wie Hipster, haben aber Lungen wie Wikinger. Im Hintergrund animierte Flammen (wie ein Phönix!) und antike Skulpturen - Eros Ramazotti kann einpacken. Ein packendes letztes Stück von Italien, ein Abschluss mit Knall.

23.07 Uhr - Apropos Toleranz: Die russischen ESC-Kandidaten wurden in der Vergangenheit manchmal ausgebuht, weil sich ihre Anti-Propaganda-Gesetze eher, sagen wir mal, "LGBT-unfreundlich" entwickelt haben. Das soll jetzt aber anders sein - also die Reaktionen beim ESC, nicht Russlands Gesetze. Die Russin Polina Gagarina hat soeben jedenfalls eine Toleranz-Hymne vom Allerfeinsten geschmettert: "We are the worlds people, different yet we're the same, we believe, we believe in a dream." Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb.

23.01 Uhr - ESC-Pride: Wenn sich der ESC eines auf die Fahnen geschrieben hat, dann ist es Toleranz (ist für manche beiträge auch dringend nötig!). In diesem Zusammenhang geht es oft um Geschlechterrollen und sexuelle Identitäten. Zwar hat Conchita Wursts Sieg den meisten Wirbel um das Thema ausgelöst, seinen schwulen Erweckungsmoment hatte der ESC aber wohl schon 1961 mit Jean-Claude Pascals „Nous, les amoureux“ – die erste schwule ESC-Hymne. Wie queer der ESC ist, beweist unsere Bildergalerie!

Queere Momente des ESC
Auf der Stelle stehen, großartig singen und toll aussehen: Die Österreicherin Conchita Wurst gewann 2014 in Dänemark mit ihrer phänomenalen "Rise Like Phoenix"-Performance. Keine(r) hat in der ESC-Geschichte so gekonnt mit den Geschlechterrollen gespielt wie die bärtige Drag Queen.Weitere Bilder anzeigen
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13.05.2016 17:11Auf der Stelle stehen, großartig singen und toll aussehen: Die Österreicherin Conchita Wurst gewann 2014 in Dänemark mit ihrer...

22.56 Uhr - Okay, okay: Stimmt schon, Jon Snow trägt keine Overknee-Stiefel.

22.55 Uhr - Game of Thrones-Fans, aufgepasst! Die georgische Kandidatin performt ein Poprock-Stück im Jon-Snow-Gedenk-Look.

22.53 Uhr - Spanien gibt alles, Ungarn macht schlapp: Langes, wallendes Haar, goldene Gladiatorensandalen und ein beherztes "Uh yeah-ee yeah". Spanien hat keine Angst vor Kitsch, so viel steht fest. Und Sängerin Edurne hat keine Angst vor einer Choreographie, die direkt vom Sieger der letzten Eiskunstlauf-WM geklaut sein könnte. Als Kontrast dazu haben die lustigen Damen und Herren der ESC-Organisation die ungarische Kandidatin gleich im Anschluss auftreten lassen. Ihre ruhige, hippieske Gitarrenballade versinkt im Nirwana, weil die Ohren von Spaniens Auftritt noch rauschen. Boggie, ein rehgleiches Wesen, schaut scheu in die Kamera, hinter ihr erhebt sich ein computeranimierter Baum. Rührend.

22.41 Uhr - Großer Auftritt für Lettland: Die leicht mystisch daherkommende Aminata Savadogo hat uns gerade aufhorchen lassen. Erinnert leicht an FKA Twigs, das britische Pop-Wunder des vergangenen Jahres. Klar: Sehr laut und leidenschaftlich singen, das muss sie wie alle anderen Künstler beim ESC auch, aber da ist eine Coolness dabei, die nur wenige Beiträge haben. Überhaupt: Hat die gerade ernsthaft Tattoo-Ärmel getragen? Wenn es dafür mal nicht Punkte regnet!

22.32 Uhr - Weder Fisch noch Fleisch: "Black Smoke" ist weder Power-Ballade noch Trash-Meisterwerk. Wird so etwas beim ESC verstanden? In Wien gab es jedenfalls ordentlich Applaus.

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