Liz Taylor und Richard Burton : Vor 50 Jahren heirateten sie zum ersten Mal

Elizabeth Taylor und Richard Burton waren das Traumpaar Hollywoods der 60er und 70er Jahre. Sie heirateten gleich zweimal - zum ersten Mal vor genau 50 Jahren.

Elisabeth Taylor und Richard Burton bei ihrer ersten Hochzeit 1964.
Elisabeth Taylor und Richard Burton bei ihrer ersten Hochzeit 1964.Foto: dpa

Elizabeth Taylor und Richard Burton: Der Legende nach war es Liebe auf den ersten Blick. Von der ersten Sekunde an sollen Elizabeth Taylor und Richard Burton voneinander fasziniert gewesen sein, als sie sich 1963 am Set des Films „Cleopatra“ kennenlernten. Sie gerade 30, schon als Kind ein Star, mit schwarzen Haaren, blauen Augen, Schmollmund und Schneewittchen-Teint. Er ein wenig älter, berühmt für seine Shakespeare-Darstellungen, braune, leicht gewellte Haare, cooler Blick. Angeblich küssten sie sich vor der Kamera so lange, dass der Regisseur sie fragte, ob er denn nun „Schnitt“ rufen dürfe.

Elizabeth Taylor und Richard Burton waren noch verheiratet, als sie sich kennenlernten

Ein Jahr später - vor genau 50 Jahren - gab sich das Paar das Ja-Wort. Dabei waren sowohl Taylor als auch Burton noch verheiratet gewesen, als sie sich kennenlernten. Ein skandalumwitterter Auftakt für eine Promi-Beziehung, die die Schlagzeilen der 60er und 70er Jahre beherrschen sollte. In Interviews, Fotos und zehn weiteren gemeinsamen Filmen stellte das Paar seine Liebe öffentlich zur Schau. 1974 ließen sie sich scheiden, nur um 1975 erneut zu heiraten. Die zweite Ehe sollte allerdings weniger als ein Jahr dauern. „Ihre Verbindung war wahrscheinlich die berüchtigste und dramatischste des 20. Jahrhunderts“, resümiert die Frauenzeitschrift „Marie Claire“.

Hochzeit vor 50 Jahren: Liz Taylor und Richard Burton
Die Hollywood-Diva Elizabeth (Liz) Taylor und der Shakespeare-Schauspieler Richard Burton heiraten am 15. März 1964.Weitere Bilder anzeigen
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15.03.2014 08:46Die Hollywood-Diva Elizabeth (Liz) Taylor und der Shakespeare-Schauspieler Richard Burton heiraten am 15. März 1964.

Ein zweiter Anlauf - keine Seltenheit in Hollywood

Einzigartig sind die bloßen Fakten allerdings nicht. Schon viele Promi-Paare traten zur Doppel-Ehe an. Die Schauspieler Melanie Griffith und Don Johnson beispielsweise, die einmal kurz 1976 und dann noch einmal von 1989 bis 1996 verheiratet waren. Die Schauspieler Natalie Wood und Robert Wagner trauten sich 1957 und 1972 und auch der Rapper Eminem heiratete seine Schul-Freundin Kim gleich zweimal.
Bei manchen Stars hält der zweite Aufguss sogar bis heute.
Action-Star Jean Claude Van Damme ist seit 1999 mit der früheren Bodybuilderin Gladys Portugues verheiratet - wie bereits zwischen 1987 und 1992. Die Schauspielerin Pamela Anderson heiratete jüngst ihren Ex Rick Salomon zum zweiten Mal.

Elizabeth Taylor und Richard Burton: Wie zwei Dynamit-Stangen

Aber all diese Paare scheinen trotzdem weit entfernt vom Glamour und auch vom explosiven Drama, das Burton und Taylor umgab - auch wenn ihre Beziehung über die Jahre sicher ein wenig mystifiziert wurde. „Richard und ich hatten eine unglaubliche Chemie miteinander. Wir konnten einfach nicht genug voneinander bekommen“, sagte Taylor später einmal in einem Interview. „Man kann zwei Dynamit-Stangen nicht immer wieder gegeneinander schlagen, ohne zu erwarten, dass sie explodieren“, kommentierte Burton.

Zwischen Luxus und Alkoholsucht: Eine Ehe der Extreme

Beide waren Superstars ihrer Zeit und umgaben sich mit Luxus: Schicke Wohnungen, Yachten, Privatflugzeuge, rauschende Partys und vor allem Juwelen. Eines der vielen Schmuckstücke, das Burton Taylor schenkte, wurde später sogar nach den beiden benannt: Der Taylor-Burton-Diamant. Welches Paar kann das von sich behaupten? Aber die Beziehung der beiden war stets auch von Drama geprägt, wie in den im vergangenen Jahr auf Deutsch erschienenen Tagebüchern von Burton noch einmal deutlich wurde. „Akute Unzufriedenheit gemischt mit riesigen Mengen an Schuldgefühlen, Alkohol, Faulheit, Sorge um Elizabeths körperliche Gesundheit und ihren Verstand“, notiert er da. Immer wieder geht es auch um Alkohol. „Ich bin seit zwei Tagen mehr oder weniger betrunken“, schreibt Burton. „Hat mir ganz gut gefallen.“

Nicht immer geht das gut aus. „Eine Woche lang war ich so kaputt, dass ich mich kaum im Bett umdrehen konnte, und meine Hände zitterten so schlimm, dass E. mir das Glas an den Mund führen musste.“ Es war wohl die Mischung aus riesengroßer und öffentlich zur Schau gestellter Liebe, Schönheit, Glamour und Reichtum, und nicht enden wollendem Drama, was das Paar so einzigartig scheinen ließ. Burton erlag 1984, mit nur 58 Jahren, in der Schweiz einer Hirnblutung.
Taylor starb 27 Jahre später in Los Angeles an Herzversagen. Sie liegt in Kalifornien begraben, er in der Schweiz. (dpa)

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