• Lob vom Erzbischof: Zollitsch: Neues Papst-Buch ein "Geschenk für die Menschen"

Lob vom Erzbischof : Zollitsch: Neues Papst-Buch ein "Geschenk für die Menschen"

Als "Geschenk für die Theologie und für die Menschen" hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, das neue Papst-Buch bezeichnet.

Klarer Fingerzeig: Erzbischof Robert Zollitsch ist vom neuen Papst-Buch begeistert.
Klarer Fingerzeig: Erzbischof Robert Zollitsch ist vom neuen Papst-Buch begeistert.Foto: dpa

Zollitsch stellte den zweiten Band des Buches „Jesus von Nazareth“ am Donnerstag in Frankfurt vor. Das Werk von Benedikt XVI. sei ein Meilenstein und eine „Fortschreibung der großen Summe der Theologie dieses Papstes.“ Er glaube, dass Benedikt die Jesus-Bände als
Abschluss seines theologischen Lebenswerks verstehe, sagte Zollitsch. „Er hinterlässt uns einen Zugang zu Jesus Christus.“ Das Buch erschien weltweit in acht Sprachen.

„Benedikt steht mit seinem Buch mitten in der Diskussion“, sagte Zollitsch. Es sei „ungeheuer anregend“. Aus persönlichen Gesprächen mit dem Papst wisse er, dass das Buch ein großes Anliegen Benedikts sei. Es werde in der Ökumene eine große Rolle spielen. Zudem könne es Basis für unverkrampftere Gespräche mit den Juden sein, denn Benedikt habe betont, dass die Juden keine Gottesmörder seien. Über die positive Reaktion aus Israel auf das entsprechende Kapitel habe er sich gefreut, sagte Zollitsch.

Verleger Manuel Herder sagte, in den vergangenen Jahrhunderten hätten Päpste Kriege geführt und finanziert und Schlösser gebaut - aber noch nie habe ein Papst während seiner Amtszeit ein mehrbändiges Werk über das Leben Jesu geschrieben. Es sei auch bemerkenswert, dass Benedikt XVI. ausdrücklich das direkte Gespräch mit jedem über seine Gedanken suche.

Der Papst will die Geschichte des Jesus erzählen und beschäftigt sich mit dessen Leiden, Tod und Auferstehung. An dem Buch arbeitete Benedikt etwa zwei Jahre. Sein Vorhaben, das Buch bereits im Sommer 2009 fertigzustellen, war durch einen Unfall vereitelt worden. Der Pontifex hatte sich bei einem Sturz das rechte Handgelenk gebrochen. Mit Hilfe eines Diktiergerätes hatte er den Text schließlich im September vergangenen Jahres vollendet.

Der Herder Verlag druckt zum Start 150.000 Exemplare. Vom ersten Jesus-Band (2007) wurden allein im deutschsprachigen Raum mehr als eine halbe Million Exemplare verkauft. (dpa)

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