Update

Lörrach : Amokschützin erstickte ihr Kind mit Plastiktüte

Nach dem Amoklauf der Rechtsanwältin in Lörrach ist die Obduktion bei den Opfern durchgeführt worden. Die Amokschützin starb in einem Kugelhagel der Polizei.

Die Polizei gab die Untersuchungsergebnisse der Obduktion bekannt.
Die Polizei gab die Untersuchungsergebnisse der Obduktion bekannt.Foto: dapd

Die Amokläuferin von Lörrach hat ihren kleinen Sohn erst bewusstlos geschlagen und dann mit einer Plastiktüte erstickt. Das habe die Obduktion der Leichen ergeben, erklärte die Polizei am Dienstag. Mit 17 Schüssen aus Polizeiwaffen war die 41-jährige Sportschützin von Polizeibeamten erschossen worden.

Ihren Ex-Partner, den Vater des Kindes, hatte die Anwältin mit zwei Schüssen in Kopf und Hals getötet. Höchstwahrscheinlich sei der Tod des fünfjährigen Kindes durch das Ersticken eingetreten, teilten die Ermittler mit. Vater und Sohn wurden nach Informationen aus Polizeikreisen nebeneinanderliegend auf dem Bett gefunden.

Amoklauf in Lörrach
Ein Beamter der Spurensicherung am Tatort. Die Amokläuferin hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund 300 Schuss Munition mit in das Krankenhaus genommen.Alle Bilder anzeigen
1 von 9Foto: dpa
19.09.2010 21:25Ein Beamter der Spurensicherung am Tatort. Die Amokläuferin hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund 300 Schuss Munition mit...

Nach der Tat steckte die 41-Jährige ihre Wohnung in Brand, stürmte ins benachbarte St. Elisabethen-Krankenhaus und erschoss dort einen 56-jährigen Pfleger. Er erlitt drei Schüsse in Köpf und Hals sowie Stichverletzungen in den Oberkörper.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sieht nach dem Amoklauf keine Notwendigkeit für eine Verschärfung des Waffenrechts. „Ich habe keinen Hinweis darauf, dass wir eine Gesetzeslücke haben“, sagte Mappus im pfälzischen Herxheim-Hayna. (dpa)

32 Kommentare

Neuester Kommentar